FARASAN TELGTE - Gemeinschaft für hedonische Lebensweise
FARASAN TELGTE - Gemeinschaft für hedonische Lebensweise

Publikationen von und mit A. Illhardt

Im Jahr 2000 starb mein Vater in einem kleinen Krankenhaus im Münsterland. Sein Tod war abzusehen; er starb portionsweise, nachdem ihn seine Alzheimer-Erkrankung mehr und mehr dahinsiechen ließ. Ich verbrachte mit ihm seine letzte Nacht auf dieser Welt an seinem Bett und hielt Sterbewache. Das vorliegende Buch ist ein Protokoll dieser Nacht. In ihr führte Arnold Illhardt eine Art Zwiegespräch: mit seinem Vater, dem Tod, mit Gott, mit Personen, die in dieser Nacht eine Rolle spielten. In die Gespräche fließen aber auch Gedanken über Themen der Philosophie, Theologie, Psychologie, Medizin und medizinischer Ethik ein. An diesen Gedanken und Gefühlen, an den todernsten wie auch humorvollen Momenten lässt Arnold Illhardt die Leserinnen und vor allem Leser denn gerade Männer flüchten sich oft in Verdrängungsprozesse in großer Offenheit teilnehmen: Wer darüber redet, beginnt den Tod als Teil des Lebens zu begreifen.

Rezensionen "Sterbewache"

 

(Amazon) 5.0 von 5 Sternen Ein sehr bereicherndes Buch! 27. Oktober 2013

Von Margareta Muer

 

Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen. Was sich so düster liest, ist dennoch eine Lebenswahrheit, der sich jeder von uns irgendwann stellen muss. Doch wie hilflos treten wir ihr gegenüber! In jungen Jahren verdrängt man – man hat ja noch soo viel Zeit – und später mit dem Älterwerden beginnen Angst, Ratlosigkeit und Hilflosigkeit angesichts des Sterbens und des Todes (vor allem des eigenen) stetig zuzunehmen. Und doch, sie drängen sich unvermeidlich manchmal ganz plötzlich ins Leben. Das, wovor man erfolgreich weggelaufen ist, holt uns ein und zwingt uns, ihnen wenigstens für Augenblicke ins Gesicht zu sehen. Das, was vorher weit weg und abstrakt erschien, ist plötzlich ganz nah und konkret. Arnold Illhardt schildert in seinem Buch “Sterbewache” genau diese Erfahrungen. Aber dieses Buch ist keine verkomplizierte, hochphilosophische, wissenschaftliche oder einseitig religiöse oder gar pädagogische Erörterung, wie man mit dem Streben, dem Tod eines geliebten Menschen umzugehen hat. Arnold Illhardt beschreibt in Form des “stream of consciousness” wie er mitten aus dem Arbeitsalltag an das Sterbebett seines Vaters gerufen wird, wie er den Vater in den Tod begleitet und wie er so gezwungen wird, sich mit dem Lebensphänomen Tod auseinanderzusetzen. Und er nimmt diese Herausforderung an. Dieses Buch bewegt sich auf drei Schilderungsebenen (Arnold Illhardt nennt es “literarisches Crossover”): einerseits beschreibt es sehr einfühlsam und liebevoll den Sterbeprozess des Vaters, andererseits trägt es durch die Erinnerungssequenzen an gemeinsame Erlebnisse und Gespräche mit dem Vater autobiografische Züge. Drittens setzt Arnold Illhardt sich an Hand zahlreicher Zitate aus Werken berühmter Philosophen, Theologen, Mediziner, Psychologen, Dichter und aus dem Alten und Neuen Testament kritisch mit dem heutigen und auch seinem eigenen Umgang mit Sterben und Tod auseinander. Einer der Höhepunkte des Buches ist sicherlich die Begegnung mit dem Tod in Gestalt eines Sensenmannes am Fenster des Krankenhausflures. In dieser “Szene” des Buches entwickelt sich ein nahezu freundschaftlicher Dialog zwischen dem Autor und dem Tod. Der Tod, der sich als Freund anbietet, als derjenige, der im Gegensatz zum Leben niemanden vergisst und der mit seiner unvergleichlichen Weisheit überrascht: “Behandle dein leben mit größter Sorgfalt. Lebe es bewusst. Dann wird dein Bedauern nicht so groß sein, wenn wir uns wiedersehen.” (S. 78) Wir tun heute so viel für das Leben, für die Gesundheit, die Fitness, wir rennen, wir laufen, tun dies und lassen das und vergessen dabei den Tod bzw. wollen ihn vergessen. Wir meinen, wir hätten endlich die ultimative ars vivendi erfunden und vergessen, dass eine ars vivendi ohne eine ars moriendi unmöglich ist. Der Tod ist unausweichlich. Warum also sich nicht mit ihm befreunden. Wie kann man lernen loszulassen? Und wie lernen, irgendwann ohne Schrecken darüber nachzudenken, wie man sich das eigene Streben wünscht? Dieses Buch von Arnold Illhardt kann sicherlich dazu beitragen, eine neue ars moriendi zu entwickeln. Es ist einfühlsam und liebevoll geschrieben, es ist informativ, es ist humorvoll und – das ist das wichtigste- es macht MUT!!!

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http://kath-maennerarbeit.de/2013/12/03/2425/

 

Dieses Buch von Arnold Illhardt ist eigentlich kein „Protokoll dieser Nacht“, wie es der Klappentext beschreibt. Es sind eher Fragmente von Gedanken, die dem Autor am Sterbebett im Krankenhaus während des Sterbens seines Vaters durch den Kopf gehen. Und er schreibt sie nieder, ehrlich und vorbehaltlos.

Das Buch ist ein Plädoyer für ein Thema, über das kaum gesprochen wird. Arnold Illhardt stellt sich gegen die Verdrängung und lässt den Leser an seinen innersten Gefühlen und Erinnerungen teilhaben. Seine bildhafte Sprache drückt aus, was sich anders kaum ausdrücken lässt. Unterstützt werden seine Ausführungen durch Zitate, welche ihm einfallen, um das Beschriebene zu veranschaulichen. Am Ende bleibt der Tod unbeschreiblich: „Kein Zucken mehr. Nichts. Totenstille!“ (S. 91)

Ein Buch, das zur ehrlichen Auseinandersetzung mit dem Tod einlädt. Manchmal hart und manchmal ganz sanft. Ein Buch, das man gut mehr als einmal lesen kann.

Martin Zimmer

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Danke! Danke das ich teilhaben durfte. Ich habe vielleicht ein Quentchen weniger Angst..

(Smutje auf Scoobe)

1998

„Ach Du Dickes Knie” – Therapeutisches Spiel

 

 

Das Spiel wurde 1998 mit dem Byke-Tosse-Preis ausgezeichnet.

 

2000

Kurzzeittherapie bei Kinderängsten – Coping mit Cartoons in der kreativen Kindertherapie. In: Hargens/Eberling: Einfach kurz und gut. Borgmann publishing GmbH, Dortmund

2005

„Ach Du dickes Knie“. Gedanken, Texte und Bilder rheumakranker Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener. LITVerlag, Münster

Psychologische Schmerztherapie. In: Wieden/Sittig: Leitfaden Schmerztherapie. Elsevier, München

2006

„touch mahar“: Traumwärts. Entspannungs-Cd mit Hans Kinneging und Dr. Matthias Auerland

2007

Krankheitsbewältigung im Alltag. In: Wagner/Dannecker: Pädiatrische Rheumatologie. 3Springer Medizin Verlag, Heidelberg

Gesundheitsberichte Spezial Band 3: Rheuma im Kindesalter. Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW

Mittendrin statt außen vor: Eine Broschüre mit Informationen zur Integration von rheumakranken Kindern und Jugendlichen in Schule, Sport und Beruf. Bundesverband Kinderrheuma e.V., Sendenhorst

2008

Schulung bei rheumatischen Krankheitsbildern. In: Prävention und Rehabilitation. Dustri-Verlag Dr. Karl Feistle, München

2009

„Ich hab´s doch nicht im Kopf“. Kurzzeittherapie bei Kindern und Jugendlichen mit chronisch körperlichen Krankheiten im Krankenhaus. In: Vogt-Hillmann/Burr: Lösungen im Jugendstil. Borgmann publishing, Dortmund.

2011

„Kinderrheuma (er)leben“. Alltags und Krankheitsbewältigung. Bundesverband Kinderrheuma e.V.

2012

Transition in der pädiatrischen Rheumatologie –Status Quo. In Reincke/Zepp: Medizinische Versorgung in der Transition. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln

Wie kann die Bewältigung von Alltagsproblemen bei Kindern und jungen Menschen mit Rheuma gelingen? In: Kinderärztliche Praxis. Kirchheim-Verlag, Mainz

2013

Rheuma bei Kindern und Jugendlichen in der Physio- und Ergotherapie. Springer-Verlag, Berlin Heidelberg

2014

„Schmerz lass nach – Du bist umzingelt“. Chronische Schmerzen bei Rheumatischen Erkrankungen und Schmerzverstärkungssyndromen. Bundesverband Kinderrheuma e.V., Sendenhorst

Weitere Publikationen in:

  • Mobil – Magazin der Deutschen Rheuma-Liga

  • Schmetterling – Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft

Seit über 70 Ausgaben leitende Redaktion von „Familie geLENKig“. Bundesverband Kinderrheuma e.V. Sendenhorst

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