satzzeichen

 

 

 

"satzzeichen" lassen sich nicht aufhalten ... sie begegnen einem unverhofft, sind aber stets nur auf Durchreise ... sie reinigen beiläufig die Seele oder das, was einen zusammenhält, indem sie Schmutz aufsaugen, Gefühle bündeln und Gedanken sortieren ... dann wollen sie weiter ... vielleicht mit einem Auftrag, vielleicht um zu stören, aber vielleicht auch, um dumm rumzustehen. Ohne sie würde ich platzen und manchmal ist es gut, sie loszusein.

 

Alle Satzzeichen von Arnold Illhardt

 

1.12.2020

369
Sie sahen das Verlieben als vorübergehendendes Irresein. Danach kehrten sie zurück zum erstarrten Leben. 
368
Leute, die ständig lachen, sind mir suspekt. Man weiß nie, wann sie etwas mit Humor nehmen. 
367
Beim Anblick von Vasen aus der Ming-Dynastie habe ich ständig das Bedürfnis, Kaugummipapier hineinzuschnipsen. 
366
Im Museum der Erinnerung wimmelt es vor Fälschungen.

27.11.2020

365
Muslimische Terrormiliz foltert mit sexuellen Quälereien. Ein religiöses System der sexuellen Unterdrückung macht auf Dauer maximal pervers. 
364
Vielleicht ist der Alltagstrott mit all seiner normierten Gewohnheit nur ein Weg, um die Spiele des Lebens besser zu erkennen. 
363
Seine Intelligenz besaß eine wichtigtuerische Traurigkeit. 
362
Die innere Unruhe hatte sich wie ein Grauschleier über seine Sinne gelegt. 

25.11.2020

361

Menschen in der Stadt. Sie haben nur noch Blicke für das Große und Glitzernde und selbst das sehen sie verschwommen.

360

Sie schlenderte durch die Straßen der Stadt und bewunderte Details, als wären es Kunstwerke, die soeben in ihrer Phantasie erschaffen worden wären.

359

In vielen Wohnungen läuft der Fernseher, ohne dass jemand davor sitzt. So existiert wenigstens so etwas wie Lebendigkeit.

358

Kirche ist vor allem das autoritäre Verwalten von Macht und Wahrheit.

23.11.2020

357

Black Friday ist der Gedenktag für

all die Menschen, die auf eine Verarschung im großen Stil reingefallen sind und nun in wahnhafter Manier Dinge kaufen, die sie eigentlich nicht brauchen. Kapitalistische Hörigkeit gelungen.

356
Ich erzählte einer Jugendlichen, dass man früher dann cool war, wenn man anders, besonders oder verrückt war. Heute ist man cool, wenn man so ist, wie alle und wie es die Persönlichkeitsprägungsindustrie vorgibt. Das Mädchen lächelte und meinte dann, dann sie sei lieber oldschool-cool. 
355
Und dann steht man schwärmend an lauschigen Plätzen und beneidet die Menschen, die dort sitzen könnten, es aber nicht tun. Wieder zuhause erinnert man sich an die eigenen lauschigen Plätze, die man nicht nutzt. Ach, man müsste mehr Zeit haben. Und immer so weiter!  

20.11.2020

354
Politik bedeutet: Es passieren Dinge, die keiner versteht, aber auch nicht verstehen soll. Deshalb passieren sie - ob man will oder nicht. Wer das akzeptiert, ist ein guter Bürger. Anderenfalls erhält man den Sperrvermerk: systeminkompatibel. 
353
An dem Tag, als Kunst und Kultur starben, passierte zunächst gar nichts. Die allgemeine Verblödung der Menschen setzte erst nach und nach ein. Manchmal denke ich, den Tag gab es schon. 
352
Weiterentwicklung bedeutet nicht, das gesamte Leben mit hektischer Betriebsamkeit zu fluten. Momente des Innehaltens, des Nichtstuns und der Kontemplation sind der Motor für die Entfaltung unseres Selbst und unserer Sinne. 
351
Es sind häufig weder Texte, Passagen oder Sätze, die zur Erkenntnis führen, sondern dann und wann ein einzelnes Wort. Es grenzt an ein Wunder, was es an Gedanken nach sich zieht. 

18.11.2020

350
Müßiggang…die stolzeste Form des Lebens. Für die meisten ein unerreichbares Ideal
349
Einer meiner Lieblingsvergleiche ist der heitere See. Mein Inneres jedoch gleicht eher dem rauen, mit Plastik verseuchtem Meer. 
348
Eine Nachricht steht für einen Tag in der Zeitung oder in den sonstigen Medien. Danach verdunstet sie spurlos und gerät in Vergessenheit. Wir brauchen mehr prozessorientierten Journalismus, der die Erinnerungen wachhält.
347
Die Erfahrung lehrt, dass Ankündigungen von Politikern hohle Phrasen sind, die sich, wenn es an die Umsetzung geht, in einem Nebel von Zögerlichkeit und Unaufrichtigkeit auflösen. 

15.11.2020

346
Ein Präsident, der jeden Rotz in die Welt raustwittert, hat vermutlich auch noch hormonell bedingte Akne im Gesicht.
345
Es ist vielsagend und traurig, dass es in Deutschland kein Friedensministerium gibt. 
344
Man sollte an Schulen sinnlichen Müßiggang als Pflichtfach einführen. 
343
Die beiden Frauen in der Schlange an der Kasse sahen blass aus. Die ganze Woche arbeitet man und dann ist auch das Wochenende wieder vorbei. Die andere nickte. Und der blasierte Politiker von den Freien Demokraten verkündete, dass Leistung in Deutschland zähle. Politik der Widerlinge. 
342
Manche Männer zeugen Kinder und machen sich aus dem Staub. Das Verhalten erinnert an Hunde.

11.11.2020

341
Ein Bild von einem Stierkampf: Triumphierender Torero, verblutender Stier, jubelndes Volk. Einer der Momente, in denen ich denke, dass es gut ist, wenn sich das Menschenvolk selbst ausrottet
340
All die Jahrzehnte hatte ich Angst, es könne die Frage auftauchen, warum ich nichts gegen ein Wiederaufflammen des Rechtsnationalismus unternommen habe. Aber ich habe Glück, weil mir niemand einfällt, der mir die Frage stellen könnte. Es ist der Mehrheit eh egal. 
339
Oftmals bereue ich morgens die Gedanken vom Vorabend und schwäche sie ab. Das ärgert mich dann am Ende des Tages und ich rücke sie in ein anderes Licht. Gedanken müssen eben reifen. 
338
Sag noch einmal jemand, man kann nichts werden, wenn man doof ist. Seitdem Trump Präsident der Vereinigten Staaten war, weiß man, ein Volk akzeptiert problemlos die Macht der Dummheit.
 

9.11.2020

337
Enthauptungen würden heute länger dauern. Wegen der vielen Selfies mit dem oder der Verurteilten. 
336
Schlimme Momente - das Gefühl der Einsamkeit des Andersseins. 
335
Radiomusik ist der Soundtrack zur Monotonie des Lebens. 
334
Der Radiomoderator kündigte ein neues Musikstück an. Es klang, als hätte man es schon hundertmal gehört. 
333
Der Historiker sprach von der Rumpelkammer der Geschichte. Ist es nicht eher ein Gruselkabinett von herzlosem am-Menschen-vorbei-Handeln? 

5.11.2020

332-2

Es geht mir nicht mehr um Trump oder Biden, sondern darum, dass eine halbe amerikanische Nation willentlich einen Menschen zum Präsidenten wünscht, der Anti-Demokrat, Rassist, Lügner, Wahrheitenverdreher, Sexist, autoritativer Nationalradikaler, Kapitalist, Egozentriker und Verschwörungsideologe ist.

3.11.2020

332
An manchen Tagen ist das Anschauen der Nachrichten vor allem eins: Voyeurismus. Das innere Erschaudern vor all der menschlichen Unzulänglichkeit auf höchstem Niveau. 
331
1967 schrieb Elias Canetti: es scheint, dass die Menschen mehr Schuldgefühle über Erdbeben empfinden als über die Kriege, die selbst anzetteln. 2020 dauert das Wahrnehmen des einen und des anderen für die Zeit der Darstellung in der Tagesschau. Gefühle sind out. 
330
Ich fand meine Einstellung überzeugend. Doch schon am nächsten Tag hatte man sie demoliert und mit Hasstiraden beschmiert. Sie war nicht massenkompatibel. 
329
Man sollte allzeit überdenkbereit sein.

1.11.2020

328
Schöpferische Impotenz (Jungk): die zeitlose Umschreibung für eine politische Epoche 
327
Wenn wir, wie Jungk sagt, gelebt werden, anstatt zu leben, dann fragt man sich, wie es dann mit dem Denken aussieht. 
326
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Wir vertrauen das Schicksal dieser Erde ein paar wenigen Machthabern an, von denen ein großer Teil mit gravierenden Persönlichkeitsstörungen ausgestattet ist. Wie will man das einem denkenden Wesen erklären? 
325
Wir leben im Scheiß-Egal-Zeitalter. Gegner der Corona-Verordnungen demonstrieren wohlwollend mit Reichsfahne wedelnden Rechtsextremen und man stört sich nicht aneinander. Es geht nicht um Inhalte, sondern um das unreflektierte Irgendwie-Dagegen-Sein.

30.10.2020

324

Die Menschen sind auf der Jagd nach  Vollkommenheit. Unterwegs erschießen sie ihre Fähigkeiten, um sich später über das Unerreichte zu grämen. Eine Jagdgesellschaft von Irren.

323

Es gibt keine isolierten Probleme. Sie sind immer verbunden mit dem individuellen Gesamtgerüst.

322

Das Stadtleben hatte ihre Sinne verseucht und die Wahrnehmung verkümmern lassen. Unvollständige Menschenwesen.

321

Seine Hoffnung war missgebildet. So blieb ihm nur noch das allmähliche Zerstören aller Lebendigkeit um ihn herum.

 

28.10.2020

320
Wenn er sprach, würde es stickig im Zimmer. 
319
Die meisten Männer erinnern mich an Automaten. Man vermisst das Lebendige. 
318
Seine Gedanken waren ein schwarzer stummer Raum. 
317
Sie liefen mit verbogenen Wahrheiten durch die Stadt und demonstrierten für das Genaue. Sklaven ihrer Überzeugung. 

25.10.2020

316
Es sollte viel mehr Augenmenschen geben, dann wäre die Welt erträglicher und vor allem - sichtbarer. 
315
Ich machte meinen regelmäßigen Rundgang durch mein Museum der Erinnerungen und bemerkte, dass immer häufiger Exponate abhandengekommen waren. 
314
Ich glaube, viele Menschen umgeben sich mit einer normierten Hülle, um das wenige Verspielte in ihrem Leben besser zu tarnen. 
313
Manchmal schloss sie ihre Augen und man hatte den Eindruck, sie atmete das Leben.

22.10.2020

312
Ich bin professioneller Finder und habe mich auf Momente spezialisiert. 
311
Die phantasierte Vorstellung, von heute auf morgen hätten sich Tiere bewaffnet. Würden sie auf alle Menschen schießen, oder hätten auch sie ihre Vorlieben? 
310
Einige Menschen denken in so starren Gebilden, dass der Eindruck entsteht, sie beständen ausschließlich aus Zahlen. 
309
Ist einem als Leugner von menschengemachten Klimaveränderungen eigentlich  auch sonst alles scheißegal, was die Natur anbetrifft? Manche, hörte ich, lieben ihren Hund. Immerhin!

20.10.2020

308
Sie führten eine toxische Beziehung, in der die Vergiftung der Zwischenmenschlichkeit zur Hauptaufgabe gehörte. 
307
Am Strand vor dem Haus vor Salvatore Dali sprachen wir über Surrealismus. Nicht über den vermeintlichen von Dali, sondern den Surrealismus unseres Liebeslebens, in dem Träume und Visionen mit der Realität Maskenball feiern. 
306
Paare sagen oft, man wolle noch einmal von vorne beginnen. Doch wurde nie gemeinsam überlegt, wo sich das Vorne befindet. 
305
Schade, dass es für Schulen keine Testphasen gibt. 
304
Traurig, wie viele Menschen sich ein Leben lang ausschließlich an der Peripherie ihres Ichs befinden, da man sie lehrte, es sei ausreichend, nur zu funktionieren. 

 

18.10.2020

303
Ich sprach mit einer Jugendlichen über die Gefahren der Digitalisierung auf die Entwicklung der Persönlichkeit und das sich die Erwachsenenwelt hier etwas Regulierendes überlegen müsse. Das Mädchen schaute mich an und sagte: Da seid ihr Erwachsenen zu spät. Der Zug ist längst abgefahren. 
302
Die Menschen besitzen bei der Verarbeitung politischer Themen einen Filter: Muss man sich mit dem Thema weiter beschäftigen, wird es verdrängt oder gleich kognitiv geschreddert. 
301
Ein Politiker der Schreckensszenarien verbreitet, ist ein elendigen Stümper und gesellschaftspolitisch eine Katastrophe. 
300
Robin Clarke forderte vor Jahrzehnten, der Mensch solle Vorrang vor den Maschinen haben. Verständnisfrage: Warum, wenn er sie doch nach seinem Abbild geschaffen hat? 
299
Städte werden immer mehr zu kalten Konsumfabriken, in denen ich existentiell friere. 

16.10.2020

298
Die Frau an der Kasse meinte, sie verstehe die ganze Politik nicht. Ich sagte ihr, dies sei ja Sinn der Sache. Sie schaute mich verständnislos an. 
297
Menschen laufen mit Knüppeln und Latten durch die Straßen und schlagen ihre Zeit tot. 
296
Ich wünschte mir Politiker als Weise und Wissende, und nicht als Funktionäre. 
295
Wenn Menschen in der Lage sind, Schweine in einen Kastenstand einzupferchen in dem sie zur Bewegungslosigkeit verdammt sind, muss man sich fragen, ob sich die Spezies nicht längst von aller Naturbezogenheit verabschiedet hat. 
294
Es gibt Videos, in denen man Gamern zuschauen kann, wie sie bestimmte Computerspiele spielen…Pause...irritierter Blick…kann es sein, dass wir irgendwann anderen Menschen zuschauen, wie sie auf dem Klo ihr Geschäft verrichten?
293
Es gibt so viele Gedenktage, aber keinen für die vielen Hohlköpfe in unserem Umfeld. Eine Schweigeminute reicht nicht.  

13.19.2020

292
Die Verschwörungsanhänger kündigten Hunderttausende Demonstranten an. Es kamen nur ein paar Tausend, die aber als Hunderttausend deklariert wurden. So funktioniert Verschwörung. 
291
Hesse lesen ist wie im Wald spazieren gehen.
290
Die 68er- Bewegung sei schuld daran, dass die Moral verlustig gegangen sei, wetterte der konservative Politiker. Dann lehnte er sich zurück und dachte mit  Freuden an die Unterdrückung der Frau vor den 68ern und dass damals Lust nur den Männern zugestanden wurde. Manche konservieren eben auch Scheiße. 
289
Die Welt ist voller zweifelhafter Despoten, die selbstgefällig, arrogant und mit den Mitteln der Gewalt und des Machtmissbrauch regieren. Was ich nie verstehen werde, was Menschen dazu treibt, sie zu wählen oder zu unterstützen. Politischer Masochismus? 
288
Würde ich heute das ultimative und wissenschaftlich abgesicherte Programm für den Weltfrieden liefern, wäre ich morgen früh ein toter Mann.

 

11.10.2020

287
Mir machen all die Informationen Sorgen, die banal und dumm, aber in der Überzahl sind. Was richten sie im Speicher des wertvollen Wissens an? Oder prallen sie vorher ab? 
286
Nichts kann ein Fest mehr ruinieren als die Anwesenheit eines Klugscheißers, der das, was er sagt, auch noch glaubt. 
285
Erschütternd, wie manche Menschen schon in jungen Jahren leben: vortodzeitlich. 
284
Banalität des Bösen - die beklatschte Inszenierung von Menschenverachtung! 
283
Mir kommt es oft so vor, im Reich des gekünstelten Lächelns zu leben. 

8.10.2020

282
Könnte ich mir meine Nachbarn aussuchen, ich wählte Bäume. 
281
Manchmal beobachte ich Angler, die Fische nur zum Vergnügen fangen, um sie nachdem sie ihre Kehlen mit ihren Widerhaken aufgeschlitzt haben, ins Wasser zurückzuwerfen. Ich kann mir den Gedanken niie verkneifen, mit ihnen das gleiche zu tun. 
280
Wenn dich Menschen beleidigen, kränken oder gar erniedrigen wollen, dann bedenke, dass sie dies aus Einfallslosigkeit und aufgrund einer unausgereiften Persönlichkeit tun. 
279
Warum haben eigentlich immer alle möglichen Götter irgendwas gegen lustbetonten Sex? 
278
Das häufigste Phänomen der Immerzeit ist das Aufregen über Alles bei gleichzeitiger Tatenlosigkeit. 

6.10.2020

277
Erwachsene Anhänger von tatsachenlosem Verschwörungsgeschwurbel kommen mir immer vor wie kleine Kinder, die Monster unter ihrem Bett vermuten. Regression auf ganzer Ebene. 
276
Die Jugendliche, die mir begegnete, wirkte wie ein menschliches Abziehbild. So entsetzlich uneigensinnig. 
275
Dann und wann finde ich Worte auf der Straße. Sie sind manchmal wie Schlüssel für lange Geschichten. 
274
Wie viele Religionen gibt es? 8?10? Oder doch 34? Der beste Beweis, dass Glaube ein Bedürfnis ist, aber keine feste Instanz! Aber es ist auch ein Beweis für das religiöse Nichts. 
273
Und Gott sprach: Macht euch die Erde zum Untertan. Was für eine blöde Idee! Erst schuf er eine fantastische Natur, um sie dann dem blödesten Lebewesen zu unterstellen. 

4.10.2020

272
Die Menschen, so las ich auf einer Tafel, sehnten sich nach Frieden. Ich verstehe: Sie wählen sich zunächst persönlichkeitsgestörte Führer, die Kriege anzetteln, damit die Sehnsucht nach Frieden aufrechterhalten bleibt. 
271
Die Menschen glauben, die Natur verstanden zu haben. Glauben heißt: Nicht wissen. Denn sonst hätten wir mehr von ihr, vor allem in einem intakten Zustand. 
270
Sobald es warm wird, denken die Menschen nur noch ans Grillen. Ich denke an Liebe in der Natur. 
269
Ich entdeckte den Satz, dass die Schönheit des Lebens in der eigenen Ununterworfenheit liegt. Vielleicht fand der Satz auch zu mir. Ich verinnerlichte ihn und stellte fest, wie sehr ich meinen eigenen Launen unterworfen bin.

29.9.2020

268
Sie kam, sah und schmiegte sich an mich. Seitdem steht meine Welt Kopf...also endlich richtig herum.
267
Er maskulinisierte mit seiner vierrädrigen Penisverlängerung über Land und bei jedem waghalsigen Überholmanöver verspritzte er etwas Ejakulat. Es war sein einziger Sex. 
266
Das gelingt nur wenigen Orten: Blutdrucksenkende Wirkung beim Erblicken des Kirchturms aus der Ferne. 
265
Er hatte viel über Zwänge geforscht. Seitdem meinte er, sie in jedem Menschen zu erkennen. Fast schon zwanghaft. 
264
Diejenigen, die ständig von Wahrheiten schwafeln, sind oft vom wahren Ich am weitesten entfernt. 
263
Geht mir weg mit euren Wahrheiten. Ich hab schon genug. 

25.9.2020

262
Wahrheiten gibt es vermutlich genauso viele wie nachgespielte Stücke von den Beatles. 
261
Waffen sind was für Dumme. Kluge wehren sich mit Wissen
260
Sonntag. Der Wald ist geflutet mit Menschen, die ihn lobpreisen. Ich möchte nicht wissen, wie viele unter diesen sind, die Parteien wählen, die die Natur mit Füßen treten. 
259
Ein Zeitalter, in dem Bullshit zur Wahrheit wird.
258
Amerikanische Politik: Ein System aus Unwahrheiten und Fälschungen. Gewollte Verwirrung. 

 

21.9.2020

258
Sie kam, sah und schmiegte sich an mich. Seitdem steht meine Welt Kopf...also endlich richtig herum.
257
Es ist ein echtes Drama, wenn Paare die Öffentlichkeit als Bühne  für ihre Streitigkeiten nutzen. Nur, dass die Dramaturgie so miserable ist, dass den Zuschauern nur noch das Ausbuhen bleibt. 
256
Als ich heute durch meine Stadt schlenderte, bemerkte ich, wie fremd sie mir geworden ist. Mehr Kulisse als Heimat. 
255
Wenn ich unser kleines Haus betrete und die Tür hinter mir schließe, erinnert mich das stets an Fantasiegeschichten mit Geheimtüren, die in eine andere Welten führen. Das Schließen der Tür hinter mir wird mich für mich immer bedeutsamer.  

 

17.9.20

254
Meine kleine Enkelin fragte mich eines Morgens, warum ich denn arbeiten gehen müsse. Ich antwortete ihr, um Geld zu verdienen. Sie schlug mir daraufhin vor, ich möge doch das Geld erst aus der ganzen Welt nehmen. Man mag über dieses Denken schmunzeln, aber die Reichsten der Reichen machen das jeden Tag. 
253
Es graut mir an manchen Menschen, dass sie Führer benötigen. Wie armselig! 
252
Bisweilen ist die deutsche Sprache sehr einfallslos. Da steht das Wort Liebe gleichermaßen für den Fußballverein, den Pkw und die eigene Frau. Nur das die Prioritäten je nach Person verschieden gesetzt sind.
251
Ich gewöhne mir gerade ab, schon morgens die Nachrichten zu lesen. Man versaut sich nur unnötig den Tag. Wie erquickend dagegen, sich auf das Persönliche zu konzentrieren.  

 

15.9.2020

250
Meine Gedanken machen mir beizeiten Angst. Ich stehe immer mit einem Bein im Gefängnis. 
249
Unsere Blicke beim Vorbeifahren auf der Autobahn begegneten sich. Ich sah Schmerz, Trauer und Angst in deinen Augen. Aber Gefühle steht man dir nicht zu, kleines Kälbchen im Tiertransporter. Und die, die dich später fressen werden, haben keine. 
248
Marx sprach von der Idiotie des Landlebens und pries die Vorzüge der Städterei. Dabei ist mir in so geballter Form selten dermaßen viel Schwachsinn begegnet wie in den meisten Innenstädten. 
247
Wenn ich durch die Straßen laufe und mir die Menschen dort betrachte, weiß ich warum gesellschaftliche Utopien immer Utopien bleiben werden. 
246
Mein Denken ist beizeiten das reinste Vagabundieren. 

 

13.9.2020

245

Die stumpfe Hektik vieler Menschen hat sich wie ein Grauschleier über ihre Wahrnehmung gelegt. Ein Leben wie im Tunnel.

244

Ein System, das Menschen degradiert, ist eine kriminelle Vereinigung.  

243

Aufruhr ist die erste Bürgerpflicht.

242

Das Grundgesetz erinnert  zuweilen an  einen verwitterter Einkaufsbon in der regennassen Gosse. Die Menschen traten sogar darauf.

241

Die Menschen gierten nach dem schnellen Glück und nach grenzenlosem Vergnügen, doch bei allem, was sie taten, wirkten sie traurig und ausgehöhlt. Eine moderne Tristesse.

 

11.9.2020

240

Er legte eine Gefühlswelt an den Tag, das an kalte Kohle eines erloschenen Feuers erinnerte.

239

Die Leute liefen in einer körperlichen Starre durch die Stadt als wären sie aus einem Bofrostwagen gefallen.

238

Die alte Frau in ihrem Hängekleid, den roten Lippen und dem nicht zu bändigenden grauen Haaren wirkte wie ein Mädchen, dass für einen Moment in die Zeit des Alters gesprungen war.

237

Warum gibt es keine Ethikkommission im Städtebau? Die architektonischen Kakophonien  der Innenstädte sind zuweilen Sinnesverletzungen.

236

Der Gedanke ließ mich lange nicht schlafen, nahm mehr und mehr die Bedeutung einer Erkenntnis an und durchkreuzte später meine Träume. Morgens - im Bewusstsein des grauen Tages - wischte ich den Gedanken mit einer Handbewegung weg und er schrumpfte zur Bedeutungslosigkeit.

 

 

9.9.2020

235

Ein Traum: Ich lag, mich langsam fortbewegend, auf einer riesigen Seifenblase und trank sehr guten, weichen Whisky. In mir das Gefühl großer Harmonie.

234

Ich verstehe nicht, warum man Kriegsherren Denkmäler setzt, während Friedensforscher niemand kennt.

233

Ich weigere mich, Gefolgschaft zu leisten. Mir sind bisher keine Menschen begegnet, denen ich zu folgen bereit gewesen wäre. Und die wenigen, deren Größe ich anerkannte, wollten nicht, dass ich ihnen folge, sondern dass ich neben ihnen gehe.

232

Der neue Gedanke war radikal, lange durchdacht und besaß eine logische Schärfe. Doch die alten Gedanken zischelten, er möge still sein und verwiesen ihn auf die hinterste Ecke.

231

Aufgebrachte, sich als erwachsen wähnende Menschen, stehen auf den bundesdeutschen Plätzen und brüllen ungehindert, es gäbe keine Meinungsfreiheit mehr. Das Zeitalter des ausgeschalteten  Denkens.

 

 

7.9.2020

230
Wenn das letzte Schlachthaus in Schutt und Asche liegt, wird man beobachten, wie heulende Männer an Hundekot schnuppern und heimlich gefangene Krähen grillen. Sie werden krank werden an dem Zustand der Entfleischlichung. 
229
Der Redner sagte der Menge, er wolle keine Diktatur. Ein "Zuhörer" rief aus der Menge: Willst du die Diktatur? Wie will man mit einer solchen Zuhörerkultur einen Staat gestalten?
228
Bei manchen Zeitgenossen ist der Ausdruck "ein Herz aus Stein" unzutreffend. Man hat den Hochleistungsbeton noch nicht berücksichtigt. 
227
Es ist schon verwunderlich, dass den Parteien für die Wahlplakate jedes Mal neue Slogans einfallen, die vor Oberflächlichkeit und Inhaltsleere nur so strotzen. Aber noch verwunderlicher ist es, dass es keinen stört. Mich beleidigen sie.
226
Die Leute geben sich gerne als haarscharfe Rechner, kapieren aber nicht, dass man die zu Lebzeiten verpasste Zeit nicht 1:1 nach dem Renteneintritt nachholen kann. 

4.9.2020

225
Jogginghosen können sicherlich viele schmutzige Geschichten erzählen. Sie sehen stets nach lange nicht gewaschen aus. 
224
Früher hielt ich Misanthropismus für schlecht, heute für real existierend. 
223
Bei Trump, Erdogan und den anderen Analogpolitikern fällt mir immer das alte Kichenlied „Oh Haupt voll Blut und Wunden" ein. Es sind die Häupter derer, die diese Staatshampelmänner zur entmenschlichenden Schlachtbank führen. 
222

Google…immer eine Spur deinem Befinden voraus. 

2.9.2020

221
Älterwerden ist prima. Man muss sich immer weniger Sorgen um arbeitsrechtliche Folgen machen, wenn man das System, in dem man arbeitet, mit Nachdruck kritisiert.
220
Alter, die Summe aus gesellschaftlicher Anerkennung, Vergleichsprozessen, biologischen Faktoren und neoliberalem Wertesystem. Konzentriert man sich nur aufs Biologische, geht's mit dem Altern langsamer. 
219
Manche Menschen versprühen schon beim ersten Kontakt eine Ausstrahlung einer Leichenhalle. Vielleicht liegt es an den Leichen in ihren Kellern. 
218
Fleischessen ist vor allem moralische Faulheit. 
217
Die Tage, an denen sich mein Denken aufs Fühlen beschränkt, sind mir die liebsten.

 

30.8.2020

216
Was für ein Gefühl muss das für all die Smartphone-Hersteller sein, die Spezies Mensch von der unmittelbaren Realität abgeschnitten zu haben? 
215
Überstunden sollten eine andere Bedeutung bekommen: Man ist unfähig, seine Arbeitszeit richtig zu organisieren. 
214
Wir sprechen von Augenblicken und bieten den Augen hingerotzte Bedeutungslosigkeit. 
213
Die Trivialität der heutigen Gespräche verdient nicht einmal die Bezeichnung trivial. Es ist oft nur noch ein verbaler Trümmerhaufen. 
212
Ich könnte mich über die Menschen amüsieren, die abwertend über ihre Jugend sprechen, aber nicht wahrnehmen, dass sie nur noch über eine in ihren Ansätzen vorhandene Persönlichkeit verfügen,die sich - übrigens - in der Jugend zu verfestigen begann. 

 

 

28.8.2020

211
Es ist vielsagend, dass wir vor allem Nichtsnutzprominente verehren, statt Personen, die sich aufgrund ihres gesellschaftlichen Einsatzes einen Namen gemacht haben. 
210
Ein Systemwechsel in Deutschland wird schwierig. Großbaustellen dauern in diesem Land. Deshalb fang ich schon mal im Kleinen an. 
209
Das ist die Faszination an der Kunst: Sie regt an, regt auf und steht manchmal im Weg, ist sperrig, nervt oder führt zu inneren „Moluksen“. Das allgemeine Nichtssagende ist doch omnipräsent genug.
208
Wahlzeit. Nudelwerbung ist in der Regel inhaltsvoller als die Sprüche auf den Wahlplakaten.
207
Je höher die Wahlplakate hängen, desto mehr stinkt die Politik der Partei zum Himmel.

 

26.8.2020

206
Wenn ich in der Dunkelheit durch die Straßen meiner oder einer anderen Stadt laufe und in den Fenstern das Flackerlicht der Fernseher sehe, macht es mich benommen, wie entsetzlich langweilig diese Epoche ist.
205
Urlaub in einem Land, in dem es keine Meinungsfreiheit gibt, ist so, als würde man in der Forensik campen. 
204
Lebensmittelindustrie…das klingt wie Obstmaschine. 
203
Wenn Mainstream so etwas wie eine Autobahn ist, fahre ich gerne eine Nebenstrecke und gehe den Rest zu Fuß. 
202
Ich wünschte mir, ein Wort zu erfinden, das rasiermesserscharfe Wirkung hätte. Es wäre mir eine Freude, es dosiert hier und da einzusetzen und das Aufheulen zu genießen.

25.8.2020

201
Ist das Zerstören von AfD-Plakaten eigentlich schon Sachschaden oder eher Schadensbegrenzung? 
200
Meine größte Angst ist die vor der entsetzlichen Dummheit der Menschen. 
199
Heute morgen fand ich eine Information. Ich tat sie in die Schublade zu den anderen wertlosen Dingen. 
198
Immer wenn es ganz still wird, hört man die eigene Selbstzerstörung. 
197
Ach, das waren noch Zeiten, als unsere Umwelt noch nicht künstlich war. 
196
Es gibt kaum eine schlimmere Beleidigung, als cool genannt zu werden. Cool bedeutet heute, unreflektiert, angepasst und unterwürfig dem Mainstream zu folgen. Also so wie alle zu sein.

 

 

23.8.2020

195
Zivilisiertheit ist aller Langeweile Anfang. 
194
Früher verkaufte man dem Teufel seine Seele. Heute verkauft man sie der Instanz, die einem garantiert, dazuzugehören. 
193
Als ich nachschaute, was der Grund für den Lärm in meiner Schreibecke war, erwischte ich Google dabei, mein Ich zu klauen.
192
Wir bräuchten eine gesunde Grenze für Machtausübung. Wer sie überschreitet, bekommt sie entzogen. Lebenslang.
191
Eine Anfrage auf Facebook…Zehn Kommentare…einer ist sachlich, einer geballte Klugscheißerei, der Rest dummes Gequatsche und am Thema vorbei. Moderne Kommunikation. 
190
Er führte sich auf wie ein Gutsherr und beherrschte die Klaviatur der Erniedrigung und Verängstlichung. Er berief sich stets auf christliche Leitlinien. Und niemand protestierte. 

 

21.8.2020

189
Nach drei Werbeeinblendungen im Radio fühle ich mich komplett verdummt. 
188
Hört man die sogenannten Sonntagsreden der Politiker, fragt man sich, wie viel Stuss sie wohl alltags reden. 
187
Heute schon über Würde nachgedacht? 
186
Ich mag das Schimpfwort Arschloch nicht. Schließlich ist das kleine Körperteil possierlicher als so manche Visage der Personen, die man als solches betitelt. 
185
Beim Anblick einer Stretch-Limousine fällt mir immer nur eins ein: Warum trägt man nicht ständig faule Eier mit sich herum? 
184
Es wäre mal wieder Zeit für etwas mehr Nihilismus. Ach, Nihilismus existiert bereits? Man spürt gar nichts! 

 

 

 

18.8.2020

183
Ich las, die Moral sei der Kompass des Gesellschaftlichen. Doch was nützt es, wenn der Kompass keine Nadel besitzt? 
182
Der Philosoph entkorkte ein gutes Fläschchen Wein und schaute dabei zufrieden. Wieder ein Tag, an dem ihn niemand verstanden hatte. 
181
Wir ließen uns die Dunkelheit nehmen, weil es produktiver sei, die Nacht zum Tag zu machen. Das allgegenwärtige Licht blendet unsere Träume aus, all die Verrücktheiten, all das Unmögliche, Widerspenstige und Verruchte. In der Nacht war man frei von den Regeln des Tages und der Vernunft. 
180
Das Schöne an Friedhöfen ist, dass die Menschen – oben wie unten - dort endlich mal ihre Klappe halten. 
179
Mit jedem Ort, an den ich reise, nimmt mein Denken einen neuen Kurs. Es kommt aber oft vor, dass irgendwo der neue auf einen bereits gedachten stößt. Ein freudiges Wiedersehn.  

 

 

17.8.2020 

178
Eine Presse, die Informationen verschweigt oder beschönigt, nennen sie Lügenpresse, eine Presse, die unverblümt Fakten zum Ausdruck bringt, ist dagegen linksextrem. Bleibt wohl nur die BILD: Die Zeitung glänzt mit Informationsfreiheit. 
177
Wir radelten durch eine wunderschöne Allee aus knorrigen Bäumen. Ich beschloss, am Ende ein Foto zurück zu machen. Doch es war eine schlechte Perspektive, eben nur ein Blick zurück. 
176
Wie selbstentwürdigend sich die Alten "verbeigen" und "verhorden". Schafen einer Herde gleich trotten sie durch die mit Sehenswürdigkeiten gespickten Orte, ihre Gesichter starr, die Sinne vernebelt und ihre Individualität aufgegeben. 
175
In einer Kirche las ich, daß "das Lamm, das erwürgt ist, würdig ist, zu nehmen Kraft und Reichtum…" So ein Dummsinn: Es wäre würdiger, wenn sich das Lamm gegen seine Erwürger gewehrt hätte. 
174
Es ist erstaunlich bis entsetzlich, dass Menschen einer einzigen Person die Führung übertragen und jedem Schwachsinn wie die Lemminge Folge leisten. Trottelhorde. 

 

13.8.2020

173
Man sollte Menschlichkeit abschaffen; Frieden, Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Freiheit gleich mit. Ein Zustand, in dem sich erfahrungsgemäß die meisten Menschen pudelwohl fühlen. Jetzt schon. 
172
Die Zeiten ändern sich: Früher haben wir randaliert, um einen politischen Zustand zu ändern, heute randalieren Leute, weil sie betrunken sind und mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen. 
171
Mit zunehmendem Alter wächst meine Aversion gegen überfüllte Stadtzentren. Sie entziehen mir meine Lebendigkeit und plastinieren sie. 
170
Mir kommen Religionen vor wie Bauanleitungen für Einsteiger in die Märklin-Eisenbahnwelt. 
169
Manche Zeitungen schreiben über von Menschen gemachte Widerlichkeiten als seien es Normalitäten. Dann steht ein Genozid auf gleichem Grad wie ein Wohnungseinbruch. Kommt eben schon mal vor! 
168
Man lehrte mich, dass Eigensinnigkeit eine schlechte Tugend sei. Diejenigen, die mich das lehrten, waren Mitläufer, Ja-Sager und Opportunisten. Solche Menschen sind zu schwach für Eigensinn. Was will man von ihnen erwarten? 

 

11.8.2020

167

Hochsensible Menschen sind die Seismographen der Zwischenmenschlichkeit. Tonangebend hingegen sind die Unsensiblen. 
166
Militär ist die Lachnummer menschlicher Dummheit.
165
Junkfood ist wie minderwertiges Benzin. Nur mit dem Unterschied, dass beim Benzin die meisten Autofahrer Sorge um ihr Auto hätten.
164
Wenn ein Priester Kinder missbraucht hat, spielt es dann eine Rolle, ob er katholisch und geweiht ist? Warum wird immer wieder betont, die AfD sei demokratisch und nach den Regeln der Verfassung gewählt? Der Anti-Mensch-Faktor bleibt so oder so! 
163
Je größer das Firmenlogo auf dem T-shirt, je kleiner das eigene Selbstverständnis. 

 

 

 

9.8.2020

162
Mit der Zunahme der öffentlichen  Telefoniererei werde ich immer häufiger Zeuge von Beziehungsdramen. Mir drängt sich das Gefühl auf, die Menschen sind zu blöd für die Liebe. Kauft euch lieber Topfpflanzen. 
161
Wir legen viel Wert auf den Hausarzt oder den fähigen Zahnarzt - beide möglichst um die Ecke. Nur für den Hauslandwirt ein paar Straßen weiter ist das Interesse gleich Null. 
160
Eine der modernen Seuchen ist die grassierende Gleichgültigkeit. 
159
Viele Erwachsene wirken, als wären sie soeben aus ihrer eigenen Comicserie entstiegen. So ein bisschen wie verbeulte Jugendliche. 
158
Abends nach getaner Arbeit sinken die Menschen in ihre Polster und schauen sich TV-Sendungen an, in denen Fremde Sex und Spaß haben, Abenteuer erleben und Neues ausprobieren. Mehr ungelebtes Leben geht nicht.
 

 

6.8.2020

157
Setz dir bei der Arbeit ein gesundes Limit, das du niemals überschreiten darfst. Die Arbeit sollte Teil deines Lebens sein, nicht der Inhalt. 
156
Wir sollten uns endlich von rechts und links als politische Richtungen verabschieden. Wichtig ist doch, ob sich gesellschaftliches Denken an Kriterien wie Menschlichkeit, Vielfalt, Frieden und kreativen Lösungen orientiert. Wenn nicht, ist es unbrauchbar.
155
Rechtsradikalismus ist Denken ohne Frischluftzufuhr.
154
Wir liebten uns an den wilden Ufern der Elbe und waren trunken von der lebendigen Schönheit des Seins. 
153
Thilo Sarrazin wurde aus der SPD ausgeschlossen. Ja guck! Mir fällt ein, ich muss den Garten gießen.

 

5.8.2020

152
An den Wochenenden flüchten wir uns ins Irrationale, um unseren Visionen näher zu sein. 
151
Das tägliche Abtauchen in die Niederungen menschlicher Dummheit sorgen auf Dauer für Atemprobleme.
150

Die Eltern sagten immer schon … und es wurde nie hinterfragt

149

2020 … der Sommer der Masken. Der stets griesgrämig dreinschauenden Nachbarin standen sie gut zu Gesicht

148
Dass ich mich gesund ernähre, merke ich immer daran,  dass sich der Einkaufswagen im Supermarkt immer weniger füllt.

 

3.8.2020

147
Und dann sind da die alten Männer mit Nussknackerbärten und Multifunktionsjacken. Auf sie ist Verlass, wenn die Polizei mal ausfällt. 
146
Es sollten beim Essen regelmäßig Meditationsgongs erklingen, um sich in dem Moment ins Bewusstsein zu rufen, was man gerade isst. 
145
Ich mag Hotels nicht, da ich nicht schon morgens am Frühstücksbüffet mit den Beziehungskrisen geschlechtsreifer Paare konfrontiert werden möchte. 
144
Lautes Telefonieren in der Öffentlichkeit sollte mit Handyentzug nicht unter einem Monat geahndet werden. 
143
Als Kind saß ich häufig mit etwas Notproviant hinter der Eckbank in der Küche. Ich war zufrieden, glücklich und geborgen in meiner Höhle. Manchmal denke ich heute noch, das könnte reichen. 

 

 

 

 

1.8.2020

142
Zuweilen ödet mich das Diskutieren an, da es grundsätzlich nie um das Finden eines Konsens geht, sondern nur um die Darstellung eines Als-Ob von Ahnung. 
141
Frage: Sind eigentlich alle möglichen Gedanken schon gedacht? Ich würde nämlich gerne mal zur Ruhe kommen! 
140
Regierungsoberhäupter sollen ihr Volk repräsentieren. Mir fällt niemand ein, von dem ich mir das wünschte. 
139
Warum Krawatten tragen, wenn man doch in der Regel auch ohne Hinweispfeil weiß, wo sich das männliche Geschlecht befindet?
138
Amazon, Tönnies & Co…Hotspots der Menschenverachtung mit freundlicher Genehmigung der Politik und der Verbrauche
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30.7.2020 

137
Unser Paradigma der Liebe: Der Rausch nicht aufhörender Phantasien inspirieren uns zu gleicher Zeit und ergibt jenen Einklang des Fühlens, der unser gelebtes Lieben beflügelt. 
136
Wenn ich meinen Kopf morgens zwischen deine warmen Brüste lege und das leise Pochen deines Herzens spüre, dann ist es, als würde ich die Liebe singen hören. 
135
Rufzeichen haben oft etwas Rechthaberisches. Deswegen machen sie so selten Sinn. 
134
Kranke Tiere ziehen sich zurück, um ihr Leiden zu kurieren. Menschen gehen arbeiten und rühmen sich später ihres Durchhaltevermögens in der Reha--Klinik. 
133
Wenn Menschen Fleisch essen, essen sie all die verabreichten Medikamente, die die Tiere überleben lassen; essen die frühzeitige Trennung der Jungtiere von ihren Eltern; sie essen die pervertierte Aufzucht und tierrechtverletzende Haltung in Großmastställen; sie essen all die verrohten Transporte und elendigen Schlachtungen; sie essen die Tausenden von versklavten Billiglohnarbeitern und sie essen das Geld des daran verdienenden Großkapitals.  Vor allem essen sie die Gleichgültigkeit gegenüber anderen Lebewesen.
132
Die Faszination am Eigentlichen und Eigensinnigen: Wunder-volle Momente! 

 

29.7.2020

131

Rechne ich meine Nacht- und Tagträume hinzu, bin ich älter als gedacht. 
130
Ich frage mich, wann es eine App zum Selbstdenken gibt. 
129
Es gibt kaum etwas Alberneres als Militärparaden.
128
Es gibt das wahre Ich und die Ware Ich. Letzteres muss man erkaufen. 
127
Manchmal habe ich das Bild eines heiteren Sees vor Augen. Dann wird mir klar, wieviel ich noch lernen muss.
126
Ich habe mich an den Bildern der Jetztzeit wundgesehen.
 

 

 28.7.2020

125

Mehr Mut zur Nutzlosigkeit

124

Stellt man eine schöne Idee in die Öffentlichkeit, dauert es keine drei Minuten, bis ein Schönhasser sie mit Füßen tritt oder gar zerstört. Für Schönhasser ist etwas Wunderbares ein Affront gegen ihre innere Hässlichkeit. 
123
Je älter ich werde, je mehr zählt für mich das Kleine, hinter dem das Große verblasst. Das Große kenne ich schon zu gut. Es langweilt mich.
122
Dass in der AfD überwiegend Männer sind, liegt daran, dass Männer oft ein gestörtes Verhältnis zur Ästhetik haben. 
121
Es wird immer wieder bemängelt, unsere Gesellschaft habe keine Werte mehr. Das ist falsch: Es gibt die Werte, die uns das Wirtschaftssystem vorgibt. 
120
Jungunionisten sind Menschen, die die Vorvergreisung des politischen Denkens ungeniert zu Markte tragen. 
119
Das Amazon-Zentrum wirkte auf mich wie ein Hochsicherheitstrakt, in dem die Konsumgier der Kunden verwaltet und gepflegt wird, während draußen alles Leben verblödet und verödet. 
118
Wir haben den Königen die Macht entzogen und sie den Konzernen übertragen.

 

 

 

 

26.7.2020

117

Wir müssen häufiger unsere Armbanduhren ablegen, um wieder ein Gefühl für die Zeit zu bekommen. 
116
Weltschmerz klingt mir zu pathetisch…nennen wir es eher Gehirnreißen wegen gravierender menschlicher Blödheit. 
115
Traut man sich auf die private Facebook-Seite eines rechtsdrehenden Zeitgenossen, sieht es dort aus wie unter Deck eines Transportschiffs, dessen Ware verdorben ist. 
114
Als mir ein Bundestagsabgeordneter auf die Frage, was er zu einer Großdemo am vergangenen Tag in Berlin sage, antwortete, man könne nicht auf alles hören, was der Mob auf der Straße meine, bereitete ich meinen endgültigen Abschied von der repräsentativen Demokratie vor. 
113
Lass deinen Alltag nicht ergrauen: Zieh jeden Tag dein Sonntagskleidchen an und trage deine Zeit auf goldenem Tablett. 
112
Manche Gärten scheinen nur noch Profilierungszwecken zu dienen. Sie wirken entseelt, kalt und entnaturiert. Eine Vergewaltigung der Natur. 
111
Vielleicht sollte es in jeder Stadt auf dem Markt einen Mülleimer mit der Aufschrift "für deine fremdenfeindlichen Abfälle' geben. 
110
Aussagen wie "die Vergangenheit zeigte" oder "die Zukunft wird zeigen" haben meistens für die Gegenwart wenig Bedeutung, da beide die Bedingungen des Hier und Heute nicht beinhalten. Allerdings kaschieren sie gut die eigene Einfallsarmut für das Jetzt. 

 

24.7.2020

109

Große Konzerne sind tote Materie, die Menschen dahinter animierte Maschinen. Sie verstehen daher unsere Sprache nicht.
108
Menschen denken, dass kleine Sachen wertvoller sind, wenn man sie in großen Verpackungen kauft. So funktioniert auch Politik. 
107
Diogenes 2020: geh mir bitte etwas aus der Zeit. 
106
Rassismus entsteht, wenn die Persönlichkeit Metastasen bildet. 
105
Wozu Zukunft? Wie haben doch jede Menge Vergangenheit. 
104
Manchmal wache ich auf und meine Träume haben sich gegen mich verbündet. 
103
Von Kindheit an nervte man mich mit der Legende des Sich-Versündigens. Das ganze entpuppte sich als mieser Trick: Sünde macht Angst und Angst gefügig. Nix für mich! 
102
Ich bin Profifinder. Das ist von Vorteil, da ich mich oft verliere.

101

Ist eigentlich das Gegenteil von Eigensinn Fremdgesteuertsein? 

 

21.7.2020 

100

Rechtsradikale haben eine Ausstrahlung, als habe ihr Leben sie frisch verprügelt. 
99
Wie soll man sich bei so vielen Religionen für einen Gott entscheiden? Könnte man für die, die einen brauchen, nicht auch ein Götterparlament einrichten? 
98
Jeder Politiker sollte ein Assessment-Center durchlaufen. Es würde den Schaden bisweilen vermindern. 
97
Reisen durch Irland…das ist die Innenbegrünung der geschundenen Wahrnehmung, Glücksgefühl, Entschleunigung und ursprüngliches Sein. 
96
Die AfD kämpft gegen die offene Gesellschaft. Wo ist das Problem? Gesellschaft dicht machen, dann haben die Faschisten ihre Geschlossenheit. 
95
Das ist das Schöne am Land Utopia: Man braucht keine Dokumente! Nur vorausschauendes und eigenständiges Denken. 
94
Hambacher Forst: Wenn eine Firma im Auftrag ihrer entemotionalisierten Manager in Kooperation mit dem politischen System Kirchen abreißen lässt, um dem Gott Kapital zu opfern, dann ist das eine brutale Symbolik. Wie sollten dann auch auf der Stelle das Kapital opfern. 
93
Ich mache mir Sorgen um die Gesundheit der Deutschen. Überall Rückenkranke. Oder warum gibt es so viele SUVs? 
92
Trump könnte auch seine Großmutter umbringen. Seine Follower würden ihre amerikanischen Fähnchen schwenken und breit grinsend kommentieren: So ist er nun mal. Ein harter Bursche. 

 

20.7.2020

91

Silvesterwünsche: Mehr Wir, statt Ich. Mehr Leben, statt Vortodsiechtum. Mehr wirklich Eigentliches!
90
Politik bedeutet, es geht nicht darum, was möglich ist, sondern was von denen, die die Macht haben, als möglich gesehen wird. 
89
Er trainierte jeden Tag, war gestählt und muskelbepackt. Er nannte es Selbstdisziplin. Zuhause schlug er seine Kinder. Gibt es auch Selbstlogik? 
88
Seitdem Herr M. krank und nicht mehr dieser entsetzlichen Hetze seiner Arbeit ausgesetzt war, sah er Vieles. Er sah Dinge, an denen er früher achtlos vorbeigelaufen war, als seien sie nicht existent. Doch nun, wo er aufgrund seines Leidens Zeit hatte, schaute er sich um, nahm wahr und wurde achtsam sogar für kleine alltägliche Dinge.
87
Ich habe es versucht mit diesem Staat, doch seine offen ausgetragene Verlogenheit, seine Intransparenz und sein scheinheiliges Demokratieverständnis haben mich entsetzt. Ich bin staatsinkompatibel. 
86
Nationalismus ist der Tod aller Spontanität. 
85
Die meisten Politiker fast jeder Couleur handeln nicht nach ihrem Gewissen, sondern nach Algorithmen, die sie nicht weiter analysieren. Es ist eine Mischung aus Willkür und Steuerung durch Fremdinteressen. 
84
Sollte mich die Polizei eines Tages aus irgendeinem Grund festnehmen, so wäre meine Angst nicht, bestraft zu werden. Meine Angst wäre eher, dass man mir Sachen unterstellt, die ich nicht begangen habe. 
83
Facebook - die Sucht nach Likes, die Angst, etwas zu verpassen und nicht mehr dazu zu gehören. Eine community der Verzweifelten.
82

Die Natur ist ein spiritueller Dom. Wer sie schändet, gehört für immer "exkommunisiert". 

 

19.7.2020

81
Gleichgültigkeit - alles ist gleich gültig. Danach folgt die absolute Denkleere. 
80
Hotelzimmer sind so eine Art existenzialistischer Transitraum: Eine Auseinandersetzung mit der inneren Tristesse auf Zeit. 
79
Das Endziel der AfD ist die Umschaltung der Demokratie auf die Diktatur eines Einzelnen. Wo steckt da die Alternative? 
78
Der Mensch als Krönung der Schöpfung? Wohl eher ein jämmerlicher Haufen von entseelter Biomasse
77
Ich saß in einem Café, umgeben von langweiligen Wohlstandsbürgern und dachte über den Begriff der Überfremdung nach. 
76
Gibt es etwas Schöneres, als unter Platanen zu sitzen, Rotwein zu trinken, Oliven zu essen und in die glücklichen Augen seiner Frau zu schauen? 
75
Eine Bürgerschaft, die ihr Schicksal im Regiertwerden fristet, ist kein Aushängeschild für eine Demokratie. Es erinnert eher an eine Schafherde. 

 

17.7.2020

74

Seitdem ich keinen Fernseher mehr besitze, kann ich wieder Farben hören. 
73
Richtig gut war ein Film, wenn man nach dem Verlassen des Kinos die nächste Bankzentrale in die Luft sprengen möchte.
72
Mit dem Erreichen des vermeintlichen Erwachsenenalters hüllen sich viele Menschen in den farblosen Mantel der Langeweile und sehen dem nahenden Tod entgegen. 
71
Männer sind die einzigen Wesen, die einen Pfeil vor sich her tragen, der auf ihr Gemächt zeigt. Krawatten! 
70
Die Menschen treten aus der Kirche aus und im Discounter des Vertrauens ein, um sich den Nike-Segen zu holen. Die neue Religion heißt Konsum. 
69
Die Religion als Opium fürs Volk würde durch den Konsum von Bullshit abgelöst.

 

15.7.2020

68

Aggressiver brasilianischer Baumschädling mit 9 Buchstaben: Bolsonaro
67
Merkwürdig, dass ich bei Trump, Bolsonaro oder Erdogan immer an in Formaldehyd eingelegte Gehirne denken muss. 
66
Amazon sollte allen Frauen, die Alexa heißen, eine Entschädigung zahlen. Die damit assoziierte Niederträchtigkeit ist horrend. 
65
Wir brauchen mehr negative Schlagzeilen: Sie sind für viele Menschen überlebenswichtig. 
64
"Survival of the Fittest" bedeutet im Sinne der Darwin'schen Evolutionstheorie das Überleben der am besten an die hiesigen Umweltbedingungen angepassten Individuen oder Art. Dann verabschieden wir uns mal von den Kreativen, Intelligenten, Sozialen und Selbstdenkern. Die aktuelle Umweltbedingung lautet Stumpf ist Trumpf. 
63
Der meist verbreitetste deutsche Volkssport: Stöhnen auf hohem Niveau. 
62
Durch den Katholizismus habe ich vor allem zwei Dinge intensiv kennengelernt: Doppelmoral und Scheinheiligkeit 
61
Er durchschnitt im Minutentakt Kälbern die Kehle. Er arbeitete wie eine Maschine und fühlte sich irgendwann auch so. Das Töten von Tieren tötet irgendwann auch die Menschen - erst innerlich.
60
Was wir brauchen ist eine landwirtschaftliche Revolution und keinen Terrorismus an der Natur. 
59
Holen wir uns die Dunkelheit zurück. 

 

13.7.2020

58

Erziehung ist manchmal nichts Anderes als Zähmung und Im-Zaum-Halten. 
57
Das Mädchen gestand mir, keine Erwachsenen zu mögen. Ich sagte ihr, ich könne sie verstehen. Sie schaute mich skeptisch an. "Obschon du Psychologe bist?" "Nein, nicht obschon, sondern weil ich Psychologe bin!" 
56
Zeig mir deine Kleider und ich sag dir, wer du nicht mehr bist. 
55
Kann eigentlich eine Partei, die vor allem am Wohl der Habenden interessiert ist, gemeinnützig sein? 
54
Welch ein überwältigendes Gefühl von Freiheit: Urlaub in einem türkischen Hotel während nebenan die Staatsgewalt foltert und tötet. 
53
Die größte Wut der Wutbürger bezieht sich auf sie selbst. Nur realisieren sie das nicht.
52
Adelige und Könige haben nur eine einzige Funktion: Als Füllmaterial der Regenbogenpresse. 
51
Ich bekomme von Gehorsam immer schlimme Blähungen. 
50
Rechtsradikalismus ist die eitrige Hämorrhoide am Anus der Gesellschaft. 
49
Lasst uns statt links oder rechts lieber oben sein. 
48
Man sollte die Reißleine ziehen, wenn das Gehirn anfängt, konservativ zu werden. 

 

11.7.2020

47

Wer bei Amazon, Zalando oder anderen Ausbeutungssystemen einkauft, kann auch gleich die Schaufenster des lokalen Einzelhandels einwerfen.

46

Es war einer dieser schönen Tage, an denen man völlig existentialistisch vor einem Café saß und dem Untergang einer offenen Gesellschaft zuschaute.
45
Als ich heute morgen wach wurde, war der langersehnte Wandel eingetreten. Leider konnte niemand etwas damit anfangen. 
44
Nichts demonstriert mehr die Armseligkeit der menschlichen Spezies, 
als eine Waffe in der Hand dieser Geschöpfe. 
43
Ich sah eine Reportage über Deutsche am Ballermann und zweifelte daran, dass Deutschland jemals eine Kulturnation war. 
42
AfD wählen ist als würde man gegen den Wind kotzen, nur schlimmer. 
42
Hierarchie ist eine win-win-Situation: sie hilft sowohl den Menschen mit Profilneurosen, als auch denen, die Furcht vor dem Selbstdenken haben. Das bedeutet aber nicht, dass es ohne Hierarchie schlechter gelaufen wäre. 
41
Die katholische Kirche möchte die Strukturen aufarbeiten, die sexuellen Missbrauch durch ihre Geistlichkeiten ermöglichen. Mein Vorschlag: Ist die Struktur vielleicht schlicht und ergreifend Geilheit und unterdrückte Sexualität? 
40
Klimawandel hat Einfluss auf die psychische Gesundheit, da viele Menschen mit Ohnmacht, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Angst, Kontrollverlust oder Zorn reagieren. Vielleicht sollten die Regierungen, denen das Klima eh am Arsch vorbei geht, wenigstens in ein Programm zum Klimawandelleugnen investieren. 
39
Jede Krise ist eine Chance. Gebt also jeder Krise eine Chance. 
38

Manche Menschen fordern, Homosexuelle sollten sich behandeln lassen. Ich möchte wetten, dass Menschen, die so etwas fordern, selbst unfähig zu jeglicher Liebe sind.

9.7.2020

37

Man sollte Werbung gegen Amazon zur besten Sendeezeit bringen. 

36

Man muss sich den Menschen als riesiges Nutztier vorstellen, das seinen Stall so lange zuscheißt, bis es darin erstickt. Wäre der Mensch tatsächlich ein Tier, so bliebe dem Tier nichts anderes übrig, als zu ersticken, aber vom Menschen spricht man in der Regel von vernunftgeleitetem, denkenden usw. Wesen. Warum also macht er das? 
35
Wenn Menschen abends in ihren Polstergarnituren vor sich hin vegetieren und sich durch Hunderte von Bullshitprogramme zappen, nennen sie das FEIERabend. Wäre es nicht an der Zeit, das Wort FEIER neu zu definieren? 
34
Die Menschen tragen Mund- und Nasenschutz, um sich und andere vor Viren zu schützen. Doch was schützt uns vor dem grassierender Virus des Hasses und der nationalistischen Verdummung? 
33
Arthur Rimbaud empfand sich zu Lebzeiten als eine Art Spiegel, der den Hass und die Enttäuschungen der anderen gebündelt zurückwarf, gar Löcher in ihr Alltagsleben brannte. Der Vorgang leuchtete mir ein, aber man vergaß zu erwähnen, dass die Löcher auch bei einem selbst entstehen: Im eigenen Zentrum der Heiterkeit. 
32
Es war von einem Treffen der Kriegsveteranen die Rede. Ist das so eine Art Selbsthilfegruppe für Gewaltfetischisten? 
31
Eine Welt ohne Staatsgewalt, Kapitalismus und Rassismus: Soviel Menschlichkeit hält doch niemand auf Dauer aus! 
30
Ich las, dass bei der Jagd nur ein kleiner Teil der abgefeuerten Bleimunition das Ziel träfe. Ja, besitzen denn Jäger außer Spaß  am Töten überhaupt irgendein Talent? 

 

29

Wäre der Kapitalismus ein Verein, wäre er längst wegen massiver menschenverachtender Umtriebigkeit verboten worden. Fragt sich nur durch wen? 

28

Asozialité, Ekelité, Faschisté … AfDé

 

7.7.2020

27

Neoliberalismus ist die hohe Kunst, Menschenfeindlichkeit als Tugend zu verkaufen.

26

Eines der größten Herausforderungen der Geschichte ist es, ein Volk zum Selbstdenken zu ermuntern. Deswegen zählt es bis heute zu den gesellschaftlichen Utopien.

25

Der bärtige Mann in der Fußgängerzone wollte mir einen Koran schenken. Ich winkte freundlich ab und erklärte ihm, ich sei schon erwachsen und bräuchte keine Moralistanz.

24

In der CDU gibt es eine sogenannte Sektion mit dem Namen Werteunion. Aber vermutlich verhält es sich mit den Werten wie mit dem Christlichen: Viel Rauch um Nichts! 

23

Manchmal baumelt in Sträuchern und Büschen Hundekacke in eigens dafür vorgesehenen Plastiktüten. Es ist einer der Momente, wo ich verstehe, warum man nach fremder Intelligenz im Weltall forscht.

22

Es gibt wohl kaum einen größeren Verdrängungsprozess als beim Fleischessen. Das Wissen um die Quälerei und Folter der Masttiere bei Aufzucht, Haltung, Transport und Schlachtung bleibt unter der Verkaufstheke in der Fleischabteilung liegen. Fleischessen ist pure Abstraktion.

21

Um die Hörer bei Laune zu halten, werden auch die Nachrichten mit Musik unterlegt. So klingen selbst Informationen über Trump seriös.

20

Als der Musikredakteur beim Radiosender ein 5-Minutenstück spielte, sank die Einschaltquote. Später war von Überforderung der Hörer die Rede.

19

Mit einem feierlichen Staatsakt wurde die Demokratie in kapitalistische Realität und der Bundestag in Haus der Wirtschaft unbenannt. So richtig hat den Wechsel niemand bemerkt.

18

Trügt der Eindruck, oder gibt es wirklich keine linksextremen Soldaten und Polizisten?

4.7.2020

17

Ich habe manchmal den Eindruck, dass das Verhältnis von PKW-Breite und dem Charakter der Fahrer in einem gegensätzlichen Verhältnis steht. Und ich höre schon die Frage, was denn genau Charakter sei. 
16
Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, sich den Tag zu verderben, als schon morgens Kommentare in sozialen Netzwerken zu lesen.
15
Zwei Stunden in der Natur und menschliches Verhalten wirkt danach wie miese Comedy. 
14
Die guten Deutschen quatschen ständig von Wertekultur, schaffen es aber nicht einmal, öffentliche Klos sauber zu verlassen. Wo anfangen? 
13
Der Warendorfer AfD Politiker Blex meinte mal, die linken Gegendemonstranten zum AfD-Auflauf  mögen sich wenigstens vorher waschen. In Hygiene mal wieder nicht aufgepasst: Äußerer Schmutz mag zwar unhygienisch sein, aber innerer tötet. 
12
Spätestens auf der Autobahn wird deutlich, dass Deutsche für eine selbstverantwortliche Gemeinschaft nicht geeignet sind.
11
Es ist ein ehrlicher Zug, wenn die Rechten von Gemeinschaft faseln. Schließlich denken sie bei GEMEIN an das Widerwärtige, nicht an das Zusammen.

 

1.7.2020

10

Ich finde, auf Zeit-Totschlagen sollte "lebenslänglich" stehen.

9

Der bayrische Wurst-, nein Wirtschaftsminister Aiwanger spricht sich für den unbedingten Fleischkonsum aus. Koste er, was er wolle - am besten natürlich wenig. Scheiß was auf die Tierquälerei. Bauarbeiter, so der Volksvertreter, müssen Fleisch essen, da sie sonst vom Gerüst fallen. Daran sieht man mal wieder, wie entsetzlich dumm Fleischessen auf Dauer macht.

8

Deutschland sollte flächendeckend mit Schildern zugekleistert werden. Erst dann wird man feststellen, wie gut es ohne läuft.

7

Bei den Kommentaren mancher Politiker wird es in mir ganz still und ich brauche eine Weile, um zu verstehen, dass es nichts zu verstehen gibt. Politiker verwalten Probleme; lösen müssen wir sie schon selbst.

6

8:27 Uhr. Eine Spur der Verwüstung zieht sich durch unsere Wohnung ... überall Massaker ...überall liegen Trumps, Putins oder andere Demokratieschlächter herum ...bedeckt mit einer klebrig-glibberigen Masse aus Radiowerbung und Einbauküchenmusik. Aus eingetretenen AMAZON-Kartons hört man das Gewimmer der Gleichgültigen und Autoritätshörigen. Ich denke über mehr Heiterkeit nach.

5

Es ist zu überlegen, ob man die gängigen Zeitungen nicht in weißer Schrift auf weißem Papier druckt. Man könnte dann auch über das schreiben, was nicht für die Allgemeinheit gedacht ist.

4

Schreiben … das ist nicht nur ein Prozess, um das überfüllte Innen zu entlasten, sondern auch der Versuch, etwas Sand in das überdrehte Weltgeschehen zu streuen

3

Wir sollten viel mehr mit unseren eigenen Augen schauen.

2

Was muss in Menschen vorgehen, die Präsidenten bejubeln, die ihnen die Freiheit und Vielfalt stehlen? Ganze Völker sind stolz auf ihre eigene Erbärmlichkeit.

1

In der Telgter Innenstadt wurden zum dritten Mal gruselige Betonskulpturen aufgestellt, die Alltagsmenschen darstellen sollen. Die Smartphonefotografiertouristen amüsieren sich köstlich über die Schmunzelkunst. Ich finde wiederum ihre Schaulust(igkeit) belustigend, lachen doch die Menschen über sich selbst und ihren in Beton gegossenen Alltag.

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