LIEBLINGSMUSIK

 

 

 

Musik wurde ab etwa dem 10. Lebensjahr enorm wichtig für mich und ist heute kaum mehr aus meinem Leben wegzudenken. Musik ist Reinigung, Aufputschmittel, Antistresstherapie und Aphrodisiakum zugleich. Großgeworden mit der Musik meiner Geschwister (Beatles, Beach Boys. Stones) kam ich über Freunde sehr schnell zur Rockmusik (Deep Purple, Black Sabbath, Rory Gallagher, Cream oder Led Zeppelin). Über Ausflüge zu Psychedelischem Rock, Zappa, Gothic, Independendent, Crossover, EBM, Prog-Rock, Jazzrock landete ich später und bis heute im Schwermetallbereich, ohne dabei die Rockmusik, den Folk oder die elektronische Musik aus den Augen zu verlieren. Dabei sind für mich vor allem die Atmosphäre, die Spielfreude, der Abwechslungsreichtum, die Authentizität und die Energie der Musik wichtig. Als man mich neulich nach meiner Lieblingsband fragte, kam ich ins Grübeln. Gab es die überhaupt oder ist es eher ein Sammelsurium von verschiedensten Bands? Tatsächlich habe ich mir die Mühe gemacht, nach einem eigenen und komplexen Kriterienkatalog, bei dem sogar Bandname, Titel der Songs oder die Virtuosität der Instrumente ausschlaggebend war, mal die Bands und Musikprojekte kritisch nach ihrem Beliebtheitsgrad zu überprüfen. Das Ergebnis überraschte mich. Die Liste ist nicht statisch, sondern kann sich vielleicht mit dem Kennenlernen einer neuen Band noch nächsten Monat ändern.

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Gojira 8.93

 

Ein Album dieser französischen Metalband trägt den Titel Magma und genau daran erinnert mich der wuchtige, teilweise brachiale Sound. Aufmerksam auf die Band wurde ich über eine Plattenkritik in einem Musikmagazin. Der gesamte Sound, die Stimmung, sowie der Abwechslungsreichtum der zum Teil ungewöhnlich aufgebauten Arrangements entsprechen ziemlich genau meiner Vorstellung von Musik. Der Stil wird häufig als Mix aus Death Metal, Progressive und Groove Metal mit hochtechnischen Einschlägen angegeben, was zum Teil an der Perfektion kratzt.

 

Swallow The Sun 8.66

 

Die finnische Band Swallow the Sun, wieder mal eine eher zufällige Entdeckung, wird den Sparten Death- und Doom-Metal zugeordnet und erfüllt damit wichtige Kriterien, die meinen Musikgeschmack ausmachen. Der Sound ist melancholisch/düster, wirkt oftmals sogar theatralisch und besitzt ein stark variierendes Tempo. Die Atmosphäre in Moll-Stimmung könnte die Hintergrundmusik für einen langen Waldspaziergang sein, was vermutlich den Finnen im Blut liegt. Ich muss gestehen, dass hier auch etwas meine verträumt-romantische Ader deutlich bedient wird.

 

Nevermore 8.53

 

Vor einigen Jahren bekam ich eine große CD-Sammlung mit Schwermetallmusik geschenkt – was für ein Fest. Darin befand sich u.a. die CD „The Obsidian Conspiracy“, die beim Hören den schalen Beigeschmack hinterließ, warum man sich vorher mit so viel Schrottmusik zufriedengegeben hat. Die leider  nicht mehr existierende US-amerikanische Metalband, die eher dem Power-Metal zugerechnet wird (den ich eigentlich nicht mag!) fesselt durch eine unglaubliche Spielfreude, aber auch Virtuosität im Gitarren- und Schlagzeugspiel. Auch wenn mir die Stimme des verstorbenen Sängers Warrel Dane manchmal etwas musicalhaft klingt und der Sound durchaus pompös wirkt, trifft die Musik der Band ziemlich genau meinen Nerv.

 

Karnivool 8,50

 

Die australische Band ist meine aktuellste Neuentdeckung. Nach dem Motto: Band A spielt wie B und B wie Karnivool. Also in Youtube und Spotify reingehört…und absolut geflashed. Auch wenn man sich an das feine Stimmchen von Ian Kenny als Metalhead gewöhnen muss, ist das Gesamtwerk dermaßen abwechslungsreich, immer wieder überraschend und frisch, dass die Band in meiner Gunst gleich nach oben gewandert ist. Stilistisch ist Karnivool wohl am ehsten beim Progressive Metal einzuordnen. Dass der Metal manchmal poprockig klingt, schadet nicht.

 

Long Distance Calling 8,43

 

Die Band aus Münster sah ich live 2008 in München – auf unserer Hochzeitreise. Damals kannte die Band kaum jemand, heute ist sie in Insiderkreisen eine feste Größe für klangvolle, sensible, aber auch durchaus kraftvolle Rockmusik. Das Besondere an der Band ist, dass sie bis auf wenige Ausnahmen rein instrumental spielt. Erstaunlicherweise vermisst man den Gesang nicht bzw. vermisse ich ihn nicht. Der Sound hat für mich durchaus psychedelische Nuancen, was möglicherweise auch an meiner seltenen Gabe liegt, Musik visualisieren zu können. Die lange Stücke mit andauernden Wiederholungen von Passagen eignen sich für nahezu halluzinogene Klangreisen.

 

Opeth 8.41

 

Der Name der schwedischen Band leitet sich aus dem Roman „Sonnenvogel“ ab und bedeutet in etwa Stadt des Mondes. Passt irgendwie, denn der Sound der ehemals dem Black Metal zugewandten Band, hat zuweilen etwas sehr Verträumtes. „Innerhalb der komplex strukturierten und oft langen Stücke und ruhigen, melancholischen Passagen mit balladesken Anklängen“ (Wikipedia) können allerdings oft unvermittelt brachiale Metal-Passagen hervorbrechen, wodurch der Sound auch Anklänge an den Progressive Metal besitzt. Dass Opeth auch in alten Kirchen auftreten, verwundert nicht weiter, denn die Klangstrukturen sind in einer solchen Umgebung durchaus gut aufgehoben.

 

Jinjer 8.40

 

Meine Bestenliste ist zugegebener Weise sehr männerlastig, obschon mich im wahren Leben nichts mehr nervt, als ungebremste Männlichkeit. Doch in der Stimme der Sängerin Tatiana Shmailyuk fließt für mich alle musikalische Weiblichkeit zusammen und egal ob sie röhrt, growled oder in den Klargesang wechselt: Sie singt mit ihrer Stimmgewaltigkeit jedes Popsternchen an die Wand. Der Sound der ukrainischen Band enthält Elemente des Metalcore, Djent, Progressive-, Groove- und Death Metal, aber an der einen oder anderen Stelle blitzen auch Reggaerhythmen durch.

 

Amorphis 8.36

 

Die finnische Metalband Amorphis hat schon seit vielen Jahren Einzug in mein CD-Regal gehalten. Viele Bands, die auch mit Elementen des Death Metal spielen, langweilen alsbald und ich vergesse nicht den Ausspruch eines Bekannten, der meinte, dass dieses Genre in seiner Schlichtheit nicht weit von Helene Fischer entfernt sei. Das Besondere an Amorphis ist, dass sich die Musiker zum einen nicht an genreübliche Muster halten und zum anderen ihre finnischen Wurzeln – auch textlich – in ihren Sound einfließen lassen. Mit Amorphis bekommt man die Stimmung Finnlands mitgeliefert.

 

The Ocean 8.34

 

Aufmerksam wurde ich auf diese Band, auch bekannt unter The Ocean Collectiv durch eine sehr positive Plattenkritik. Die in Berlin formierte Band wird dem Post-Metal zugeordnet, man findet aber auch Elemente aus dem von mir sehr geschätzten Progressive Metal, sowie erstaunlicherweise auch aus der klassischen Musik. Fasziniert hat mich der Abwechslungsreichtum der Band, ein Wechsel zwischen sehr weicher und sehr harter Musik, mit und ohne Gesang, düster wie ekstatisch. Titel wie Precambrian, Heliocentric  oder Anthropocentric bieten viel Raum für innere Filme, für dies der Sound von The Ocean die Begleitmusik ist.

 

Trivium 8.34

 

Die erste CD von Trivium entdeckte ich auf einem Flohmarkt und wurde direkt aufmerksam auf den brachialen Sound der US-amerikanischen Band. Zu dem Zeitpunkt war für mich der Ausdruck „100% balladenfrei“ ein Gütezeichen. „Trivium ist eine Band mit vielen Gesichtern, die es wie keine andere versteht, Elemente aus Heavy Metal, Metalcore und Thrash Metal miteinander zu kombinieren. (EPM)“ Die Musik ist nicht nur in Sachen Komposition und Lyrics raffiniert, sondern auch was den Einsatz von Gitarren und Drums anbetrifft.

 

Bullet For My Valentine   8.33

 

Bekanntschaft machte ich mit dem Sound der britischen Metalband über meinen damals noch jugendlichen Neffen, der zu dem Zeitpunkt bereits alle CDs besaß. Vielleicht ist dies ein Grund, warum ich BFMV immer mit Teenager-Metal in Verbindung bringe. Trotzdem kann ich mich dem massenkompatiblen Sound, vor allem aber der herausragenden Gitarren- und Schlagzeugarbeit der Musiker nicht entziehen. Ein Sound, der irgendwo zwischen Hardrock und Metalcore anzusiedeln ist.

 

Pink Floyd 8.24

 

Pink Floyd gehören zu einer der ersten Bands, die ich damals auf Dauerschleife hörte. Für die Gestaltung der Wände des Partykellers meiner Freundin wurde das Cover „The Dark Side Of The Moon“ als Vorlage herangezogen. Dort saßen wir oft und schwelgten, knutschten und philosophierten zu dem Sound der britischen Rockband. Die Musik - vor allem in der frühen Phase von Pink Floyd – ist für mich eine Art akustisches Kino. Der Stil, eine Mischung aus Rock, Elektronik, Klassik, Folk, Progressive Rock, Geräuschen etc., diente – wie man hier sehen kann – bis heute als Grundlage für spätere, aber auch aktuelle Bands.

 

October Tide 8.23

 

Auch October Tide stammen aus Schweden und sind eine Entdeckung im Internet. Bei Recherchen zu anderen Bands stößt man schon mal auf Namen, die sich dann als musikalische Offenbarung entpuppen. Die Band wurde 1995 von Musikern der Band ebenfalls von mir sehr geschätzten Band Katatonia gegründet und so wundert es nicht, dass sich dabei um eine Mischung aus Gothic-, Doom- und Death-Metal handelt.  Eine Plattenkritik im Metal Hammer beschreibt den Sound als Mixtur „… aus verhalltem Groll-Gesang, griffigen Moll-Gitarren und bombastischen Arrangements.“ Also so, wie ich es mag!

Crippled Black Phoenix  8.16

 

Die schwedisch-britische Rockband war ein Tipp meines früheren Automechanikers. Ziemlich schnell deckte ich mich mit CDs ein, da sich in der abwechslungsreichen Musik mein Geschmack vollends wiederfand: Ein düsterer Grundton (Endzeitballaden), Anleihen bei  den frühen frühen Pink Floyd, Progressive und Post-Rock, aber auch psychedelische Elemente und gelegentlicher weiblicher Gesang. Dass ein Stück durchaus 12 Minuten dauern kann, kommt mir nur entgegen, da ich mit diesem Kurzzeitkram wenig anfangen kann.

 

Machine Head 8.10

 

Lange Zeit gehörte diese US-amerikanische Band zu meinem absoluten Favoriten. Zugeordnet wird die Mucke dem Untergenre Neo-Trash, wobei die Musiker selbst einfach von Metal sprechen. Sympathisch! Dass auch schon mal dezente Hip-Hop-Einflüsse zu hören sind, stört sogar mich nicht, obschon ich Hip-Hop entsetzlich finde. Machine Head, die übrigens nicht nach dem Stück von Deep Purple benannt sind, spielen schnörkellosen und jederzeit brachialen Metal und während man bei vielen Bands schon mal ein Ohr zudrücken muss, ist der Sound der Band – wie ich finde – zu keinem Zeitpunkt peinlich.

 

Metallica 8.05

 

Vor gut drei Jahrzehnten fand ich das schwarze Album von Metallica auf einem Flohmarkt, wo ich es für 5 Mark erstand. Das Cover fehlte, so dass mir der Ausdruck „schwarzes Album“ erst später bewusst wurde. Der Sound der US-amerikanischen Metalband war in gewisser Weise die Blaupause für meine nachfolgenden Musikinteressen; vor allem war er der Zugang zu meiner harten Musikseite. Die Band habe ich vor Jahrzehnten live zusammen mit Sepultura gesehen: Ein eindrucksvolles Erlebnis. „Enter Sandman“ gehört noch heute zu meinen Lieblingstanzstücken.

 

Paradise Lost 7,96

 

Die englische Rockband spielt einen Sound, der nur schwer zuzuordnen ist und in vielen Bereichen wildert. So reicht die Bandbreite von klassischen Elementen über Pop, Gothic bis in den Death-Metalbereich hinein. Und dann und wann schimmern sogar Passagen durch, die an Depeche Mode erinnern. Ich habe die Band live in Köln gesehen – ein sehr beeindruckendes Konzert. Seitdem sind sie ständige Begleiter in meinem Musikkosmos.

 

Katatonia 7,93

 

Den Namen Katatonia sah ich zum ersten Mal auf einem T-Shirt bei einem Konzert; ein paar musikalische Recherchen später besuchte ich ein Konzert der schwedischen Band in Köln. Auch wenn Einordnungen immer müßig sind, wird der Sound gerne als Mischung aus Doom Metal mit Dark- und Death-Metal-Einflüssen beschrieben. Viel mehr gefällt mir die Aussage, dass es sich um eine sehr dunkle, traurige, atmosphärische und persönliche Musik handelt, die ich am ehesten mit der Vorstellung verbinde, bei Nacht an einem einsamen skandinavischen See zu sitzen. Unvergessen ist ein Konzert in Köln 2019.

 

Mastodon 7.91

 

Auf Mastodon stößt man dann, wenn man bei bestimmten Band dieses Genres Hinweise wie „kling wie“ oder „erinnert an“ liest. So entdeckte ich auch die Musik der US-amerikanischen Metalband, deren Sound ebenfalls sehr vielschichtig ist und von Progressive Metal bis zum Hardcore reicht. Besonders auffallend sind die sehr langen Instrumentalteile, aber auch die komplexen Gitarrenriffs, die sich von dem Minimaleinsatz vieler neuerer Metalbands positiv unterscheiden. Ein bisschen ist Mastodon auch „Frickelmusik“, in diesem Fall aber in einer überaus angenehmen Weise.

 

Deep Purple 7.90

 

Als ich neulich ein altes Video von einem DP-Konzert und dem Stück „Speed King“, sowie „Highway Star“ gesehen habe, war die alte Faszination für diese britische Hardrock-Band sofort wieder geweckt. „Live in Japan“ gehört mit zu meinen ersten LP´s. Während die neueren Produktionen für mich keine große Bedeutung mehr haben und sich das Stück „Smoke Of The Water“ totgehört hat, finde ich die Musik nach wie vor, wenn auch mit etwas Alterssentimentalität gespickt, großartig und für meine weiteren Hörgewohnheiten wegweisend.

 

Porcupine Tree 7.83

 

In einem Artikel in einer Musikzeitschrift wurde die Musik der englisch Progressive Rockband und ihrem Gründer Steven Wilson, der auch in seinen Soloprojekten zu meinen Favoriten gehört, als intelligenter Sound bezeichnet. Dieser Aussage kann ich nur beipflichten und genau das ist auch ein Aspekt, der mir diese sehr vielfältige Musik so sympathisch macht. So heißt es auch auf Wikipedia: „Ihre Musik ist getragen von starker Melodiearbeit und hoher Detailverliebtheit, die nicht nur die Instrumentalität, sondern auch die Songstruktur umfasst.“

 

sleepmakewaves 7.79

 

Es ist vermutlich meinem Fable für psychedelische Musik geschuldet, dass mich aktuelle Musik in den Bann zieht, die Elemente aus diesem Genre einbezieht, aber dennoch zeitgemäße Stilmittel des Rocks beinhaltet. Die australische Band sleepmakewaves, die ich wie so viele andere Bands im Netz entdeckte, wird dem sogenannten Post-Rock zugerechnet. Eine vielschichtige Musik, mal brachial, mal leise; eine Musik für die Reise, aber auch um zu reisen – mental.

 

God Is An Astronaut 7.75

 

„God Is An Astronaut“ ist eine irische Band, die den Sound-Stempel Post-Rock trägt. Wie bei anderen Gruppen dieses Genres, werden diverse, im Rockbereich gängige Stilmittel bedient, diese aber mit modernen Elementen vermischt. Dadurch entstehen, so auch bei GIAA, progressive und psychedelische Momente. Dadurch, dass auch bei dieser Musik Gesang keine Rolle spielt, fokussiert sich die Wahrnehmung vor allem auf das Instrumentelle und erzeugt Klangbilder, die sich mit der eigenen, aktuellen Gefühlslage verbinden. Sympathisch ist die offene Antikriegshaltung der Band.

 

Heaven Shall Burn 7.70

 

Die erste CD dieser deutschen Metalcore- und Melodic-Death-Metal-Band entdeckte ich bei einem CD-Stand auf irgendeinem Fest; der Verkäufer meinte, die könne mir gefallen, als ich ihm von meinen favorisierten Bands erzählte. Der Stil der Band besteht aus Hardcore, Death und Thrash Metal. Sympathisch an den Musikern sind mir aber auch ihre gesellschaftskritische, linke, sowie ihre vegane/vegetarische Einstellung. Das ist kein Muss, aber ein schönes Kann in dem ansonsten bratwurst- und kadaverlastigen Genre. Der Sound ist gut geeignet, um sich das Gehirn frei zu pusten und daher vor allem feierabendtauglich.

Dark Tranquility 7.60

Auch Dark Tranquility ist eine eher beiläufige Entdeckung. Wie der Name schon andeutet, liegt der Schwerpunkt auf düsteren Klängen; ganz so, wie ich es mag. Die schwedische Melodic-Death Metal-Band erfüllt in vielerlei Hinsicht meinen Musikgeschmack, was vor allem an den abwechslungsreichen Stücken, aber auch dem druckvollen Gitarreneinsatz liegt. Der Sänger wechselt zwischen Growling und Klargesang; letzterer erinnert tatsächlich an Depeche Mode, die ich früher viel gehört habe! Lediglich der hin und wieder eingesetzte Keyboardbrei schmälert etwas den Gesamteindruck.

 

Kataklysm 7.53

 

Die franko-kanadische Band gehört mit zu den bekanntesten Vertretern des Death-Metals, die sich selbst als „Northern Hyperblast“ bezeichnen. Trotz der in diesem Genre oft anzutreffenden Gleichartigkeit der Stücke (Hauptsache brutal!), zeigt sich Kataklysm durchaus variabel und vielschichtig. Allerdings kennen die vier Musiker keine Gnade und preschen ihre harten, balladen- und glücklicherweise auch „keyboardbrei“freien Songs gnadenlos durch. Der richtige Sound nach einem nervigen Arbeitstag oder auf dem Weg zu einer Anti-AfD-Demo.

 

The Haunted 7.43

 

Über Plattenkritiken in Musikzeitschriften stieß ich vor Jahren auf The Haunted aus Schweden, deren Stil dem Thrash- und Melodic Death Metal zugeordnet wird. The Haunted weichen nur selten von ihrem aggressiven Sound ab, wirken aber dennoch abwechslungsreich und experimentierfreudig. Die passenden Klänge, um mein manchmal stürmisch-zorniges Gemüt zu bändigen und in die richtige Richtung zu lenken.

 

In Flames     7.40

 

Die ersten CDs von In Flames entdeckte ich auf dem Flohmarkt beim Wühlen in der CD-Kiste. Zuhause und im Auto wurde der Sound der schwedischen Metal-Band recht schnell ein guter Garant für aggressive Musik, wie man sie bisweilen zur eigenen Psychohygiene braucht. Die Metalprofis streiten sich um die Zuordnung der Musik von In Flames: So gibt es einerseits Einflüsse des klassischen Melodic Death Metals, andererseits aber auch Elemente, die eher nach Metalcore oder Modern Metal klingen. Ich finde solche Streits müßig und genieße eher die dadurch entstehende Abwechslung.

 

Led Zeppelin 7.33

 

„House Of The Holy“ war meine erste Schallplatte überhaupt, die ich mir 1973 von meinem nicht sehr üppigen Taschengeld gekauft habe. Übrigens auch nur deswegen, da die ersten Platten von LZ nicht vorrätig waren. Der Sound der amerikanischen Rockband, die 1969 gegründet wurde und etwa 1980 in der bekannten Besetzung existierte, deckte Bereiche wie Hardrock, Blues, Folk oder auch Progressive Rock ab und war daher mehr als abwechslungsreich. Auch wenn ich hohe Männerstimmen im Rock- bzw. Heavybereich nicht mag, war mir die markante Stimme von Robert Plant stets sehr angenehm. Noch heute erzeugt der Song Kashmir bei mir Gänsehaut.

 

Anathema 7,30

 

Auf Anathema bin ich ebenfalls durch ein Band-T-Shirt gestoßen, dass ich bei einem Konzert bei einem Besucher sah. Bis dato kannte ich die Band noch nicht. Doch anstatt zunächst sich die Musik zunächst über CDs zu Gemüte zu führen, buchte ich gleich Karten für ein Konzert in Bochum. Hatte ich zunächst mit heftigerem Sound gerechnet, da ich von ihren Wurzeln aus dem Death-Metal gehört hatte, so lernte ich an diesem Abend, aber auch später über Tonträger eine Musik kennen, die wohl eher in den Alternative-Rock gehört und hier und da aufgrund einer melancholischen und atmosphärischen  Grundstimmung durchaus an Pink Floyd mit z.T. weiblichem Gesang erinnern.

 

Soulfly/Sepultura 7.20

 

Beide Metalbands haben Wurzeln in Brasilien und weisen eine gewisse Verwandtschaft auf, was natürlich vor allem daran liegt, dass Max Cavalera von Soulfly früher bei Sepultura gesungen und Gitarre gespielt hat. Und bei beiden Bands sind Ausflüge in lateinamerikanische musikalische Gefilde von großer Bedeutung. Sowohl Soulfly, als auch Sepultura sind nicht klar Musikstilen zuzuordnen, genannt wird allerdings häufig Thrash/Groove Metal Sepultura habe ich vor langer Zeit auf einem Festival mit Metallica gesehen und bewundert. Roots Bloody Roots von Sepultura war lange Zeit eines meiner Lieblingstanzstücke bei entsprechenden Parties.

 

Insomnium 7.16

 

Auf die Band Insomnium aus Finnland wurde ich – wie so oft – über zufälliges Hören aufmerksam. Der Sound wird dem Melodic Death Metal zugerechnet, enthält aber auch viele Elemente aus dem Doom- und Progressive Metal; also ziemlich genau die von mir priorisierten Genres. Insgesamt ist es ein dichter, leicht düsterer und sphärischer Sound mit nordischen Einschlägen.

 

Lamb Of God 7.03

 

Lamb Of God entdeckte ich bei einer meiner zahlreichen Recherchen im Metal-Universum. In der Musik der amerikanischen Band finden sich Elemente aus dem Death- und Thrash-Metal, vermutlich würde man sie am ehesten dem sogenannten Metalcore zuordnen. Auch wenn es bei der Musik der Band überaus brachial zugeht, besitzt der Sound dennoch viel Spielraum und ist nicht nur dumpfes Gebolze - wie in dem Genre verbreitet – zu hören. Sehr prägnant sind ein virtuos gespieltes Schlagzeug und sehr unterschiedliche Gesangsstile. Über die Namensgebung lässt sich streiten!

 

Black Sabbath 6.4

 

Mit dieser Band wurde ich groß. Es war neben Deep Purple der erste harte Sound, der mich offensichtlich ein Leben lang prägen sollte. Fasziniert hatte mich schon damals der oftmals düstere und diabolische Grundton. 2017 hatte ich das große Glück, die Heroen meiner Jugend live in Düsseldorf zu erleben. Heute ist Black Sabbath eher Musik aus einer guten alten Zeit des Sturm und Drangs.

 

...UND

 

Heilung

 

Heilung ist eine deutsch-dänisch-norwegische Nordic-Ritual-Folk-Band, die mit ihrem Sound, aber auch mit ihren Bühnenauftritten den üblichen Rahmen der Hörgewohnheiten sprengt. Laut Wikipedia basiert die Musik auf Original-Artefakten und überlieferten Texten aus der Eisen- und Wikingerzeit. Entsprechend kommen auch keine klassischen Instrumente zum Einsatz, sondern Gegenstände aus der Natur. Wir sahen die Band auf einem Auftritt bei den Wacken-Winter-Nights und es war für mich eines der spektakulärsten Konzerte meines Lebens. Eine musikalische Trance.

 

  1. Gojira            (Progressive/Death Metal)
  2. Swallow The Sun (Death/Doom-Metal)
  3. Nevermore  (Power Metal)
  4. Karnivool (Progressive Metal)
  5. Long Distance Calling (Postrock)
  6. Opeth            (Progressive Metal)
  7. Jinjer (Progressive/Death Metal)
  8. Amorphis (Death/Folk Metal)
  9. The Ocean   (Post/Progressive Metal)
  10. Trivium (Metalcore)
  11. Bullet For My Valentine   (Metalcore)
  12. Pink Floyd (Progressive/Psychedlic Rock)
  13. October Tide (Death/Doom Metal)
  14. Crippled Black Phoenix  (Progressive/Post-Rock)
  15. Machine Head (Neo-Thrash)
  16. Metallica (Thrash-Metal)
  17. Paradise Lost (Gothic/Death Metal)
  18. Katatonia (Dark Metal)
  19. Mastodon (Progressive Metal)
  20. Deep Purple            (Classic Rock
  21. Porcupine Tree (Progressive Rock)
  22. Sleepmakeswaves           (Post-Rock)
  23. God Is An Astronaut (Post-Rock)
  24. Heaven Shall Burn (Metalcore/Melodic Death Metal)
  25. Dark Tranquility (Melodic-Death Metal)
  26. Kataklysm (Death Metal) 
  27. The Haunted (Thrash/Melodic Death Metal)
  28. In Flames (Melodic Death Metal)
  29. Led Zeppelin (Hard Rock)
  30. Anathema (Alternative-Rock)
  31. Soulfly/Sepultura  (Thrash/Groove Metal)
  32. Insomnium  (Melodic Death Metal)
  33. Lamb Of God (Death/thrash Metal)

UND

            Heilung (Nordic Ritual Folk)

 

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