Gestalten

 

 

Es ist eine schwierige Diskussion, ob man ein Künstler ist, nur weil man Bilder malt, bearbeitetes Treibholz in den Garten stellt oder einen Song komponiert. Im Sinne einer wie immer auch gearteten Kunsttheorie möglicherweise nicht, aber aus einer Laienperspektive heraus vielleicht schon. "Sie sind doch bestimmt Künstler", meinte neulich eine Bäckersfrau.

 

Sei es drum! Uns ist diese Diskussion egal. Wir sind kreativ, müssen irgendwo hin mit unseren manchmal nächtens am Fluss Überhand nehmenden Inspirationen. Und so entstehen plötzlich Bilder, Holzarbeiten, Installationen oder Objekte, in denen diese Momente eingefangen werden und eine Gestalt bekommen. Schaut man sich in unserem Haus um, findet man überwiegend Werke, die von uns gestaltet wurden und ihre ganz eigene Geschichte tragen.

 

Doch ganz besonders an diesem gestaltlerischen Schaffen ist immer wieder das Gemeinsame und - auch auf die Gefahr hin, uns zu wiederholen - das Verliebtsein als anregende Instanz. So hat manches Bild, manches Objekt seinen Entstehungsgrund in einer wilden Liebesnacht oder einer intensiven Zeit an einem besonderen Ort in eine Landschaft. Nennen wir es einfach ARTisan.

 

 

 

 

Video/Installation "Krönung der Schöpfung"

 

 

 

Mit dieser Videoinstallation gehen wir auf die Abnormität menschlichen Seins ein. Der Mensch, der sich gerne als die Krönung der Schöpfung tituliert, vernichtet sich am Ende selbst. Welche Krönung!

In den Räumlichkeiten eines leerstehenden Schleckerladens in Telgte haben wir Begriffe auf eine lange Bilderspur geschrieben und diese gefilmt. Darüber spricht Marion einen Text von Arnold. In dem Text geht es um die kognitiven, emotionalen und verhaltensmäßigen Potentiale des Menschen. Im Gegensatz dazu stehen die unmenschlichen Verhaltensweisen.

 

 

 

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